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Strand und Park 
von Marion

Heute waren die "All Ireland Finals" im Gälischen Fußball, einer Sportart, die entfernt an Fußball oder Rugby erinnert und recht seltsame Regeln hat. Wir hatten den Tipp bekommen, an diesem Tag die Innenstadt besser zu meiden, weil da viel zu viel Betrieb sei.

Also blieben wir in unserem ruhigen Stadtteil Clontarf. Wir machten eine Wanderung zur Küste hinunter und dann an der Küste entlang nördlich bis zu einer hölzernen Brücke, die auf die Insel Bull Island führt. Diese Insel ist erst in jüngerer Zeit entstanden, weil man einen Wall gebaut hat, um den Dubliner Hafen vor Versandung zu schützen. Jetzt hat die Insel einen langen, flachen Sandstrand und zwei Golfplätze.

Zurück sind wir durch den weitläufigen St. Anne's Park gelaufen. Dort gibt es riesige, natürlich super gepflegte Rasenflächen und große Sportplätze, viele Bäume und Wasserläufe, außerdem einen großen Kinderspielplatz und einen Rosengarten. Dieser Rosengarten ist wirklich toll, es gibt hunderte von Rosensorten, von denen jeweils ein ganzes Beet mit jeweils einer Sorte bepflanzt. Selbst jetzt im September, wo nur noch wenige Sorten geblüht haben, lag ein betörender Duft über der Fläche. Im Juli und August muss es dort überwältigend sein.

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Endlich Touristen! 
von Marion

Heute hatten wir das erste Mal die Gelegenheit, die Stadt aus touristischer Sicht zu erkunden.

Zur Hochzeit haben wir zwei Gutscheine geschenkt bekommen (vielen Dank nochmal!), einen für einen geführten Stadtrundgang und einen für eine Bootsfahrt auf dem Fluss Liffey. Letzteren haben wir heute eingelöst und sind 45 min durch die Innenstadt geschippert. Von Reiseleiter Jerry, der alles sehr interessant und amüsant erklärte, lernten wir dabei zwei wichtige Lektionen über das Dubliner Wetter:

"Wenn man die Wicklow Mountains im Süden von Dublin sehen kann, wird es bald regnen. Wenn man sie nicht sehen kann, regnet es schon."

"Dublin hat kein Klima, sondern nur Wetter."

Nach der Bootsfahrt haben wir noch den Blick von Dublins einzigem Aussichtsturm, dem Chimney, genossen. Das ist ein alter Schornstein (chimney => Schornstein) der Old Jameson's Distillery, auf den eine Glaskuppel gesetzt wurde. Mit einem Lift kann man für 5 EUR pro Nase nach oben fahren. Da wir wunderschönes Wetter hatten, war der Blick über Dublin und auf die Berge im Süden sehr schön. Bei Regen kann man sich das wahrscheinlich sparen ;-) Vom Chimney aus ist übrigens das Foto-Panorama "Blick über Dublin" entstanden.

Ein Tipp für Dublin-Touristen: In unserer Pension lagen Prospekte mit dem Titel "Ireland's Heritage Theatre Music Festivals Explorer" herum. Diese werden in fast allen Sehenswürdigkeiten, Theatern usw. als Gutscheine anerkannt. Oft muss man damit nur für eine Person bezahlen, darf aber zu zweit rein. Manchmal gibt es auch Rabatt oder kostenlose Zugaben (z.B. einen Museumsführer). Bei den oft recht hohen Eintrittspreisen macht es schon einen deutlichen Unterschied, ob man nur für eine oder für zwei Personen zahlen muss.

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Erkundung der Umgebung 
von Marion

Oje, irische Doppelbetten sind klein ... Die Umgewöhnung von deutschen Bett-Maßen (1,80 x 2 m) auf die hießigen Standard-Doppelbetten von 1,35 x 1,90 m wird wohl noch ein Weilchen brauchen ;-)

Wir haben übrigens zur Zeit noch einen Gast im Haus: Chris aus Hannover, ein weiterer Google-Mitarbeiter, der mit Euan und Karsten angefangen hat, schläft zur Zeit in unserem Gästezimmer, da er trotz aller Bemühungen noch keine Wohnung gefunden hat.

Den heutigen Tag haben Zuzana und ich genutzt, die Umgebung unseres Hauses zu erkunden. Es liegt ja wie schon geschrieben in einer kleinen Anlage mit mehreren weiteren Häusern und Apartments. Die Anlage ist schön bepflanzt und wird von einem zentralen Management betreut und gepflegt. Zur Straße hin ist sie mit einem großen Tor abgesperrt, das man nur mit der Fernbedienung öffnen kann. Schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite befinden sich ein Supermarkt (SuperValu) und weitere Geschäfte. Die Preise im Supermarkt sind ok, allerdings doch deutlich höher als in einem deutschen Discounter. Besonders hoch sind die Preise für Drogerieartikel (Shampoo, Deo usw.), die betragen zum Teil das Dreifache der deutschen Preise. Diese Artikel bekommt man zwar in einem Drogerie-ähnlichen Geschäft etwas günstiger, aber es ist dort immer noch ziemlich teuer. Jedoch gibt es immer irgendwelche "2 für 1"-Angebote, auf die muss man dann halt achten.

Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang zum Meer und an der Küste entlang zum East Point Business Park. Das ist ein großes Gewerbegebiet nördlich des Finanzzentrums von Dublin. Dort sitzen viele große Firmen wie Oracle, Yahoo, Sun, HP, ... Die Anlage ist wirklich schön, mit viel Grün, kleinen Teichen usw. Vielleicht könnte man ja dort einen Job finden, mal sehen.

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Einzug ins neue Haus 
von Marion

Heute morgen haben Zuzana und ich den Mietvertrag zur Agentur gebracht, die offenen Details geklärt und ihn unterschrieben. Anschließend konnten wir tatsächlich die Schlüssel in Empfang nehmen. Unsere "Landlady" (Vermieter heißen hier Landlord, und da wir eine Vermieterin haben, ist es eben eine Landlady) würde uns dann im Laufe des Tages kontaktieren und sich mit uns treffen.

Wir sind dann zurück in die Pension gefahren, haben unsere Berge von Gepäck eingesammelt (es war ein hartes Stück Arbeit, die schweren Koffer die Treppen herunter zu bekommen ...) und sind mit einem großen Taxi zu "unserem Haus" gefahren. Dort angekommen, machten wir einen Rundgang und waren erstmal ernüchtert: Obwohl die Agentur gesagt hatte, dass das Haus gereinigt worden sei, war alles ziemlich schmutzig, die Bäder, die Küche, die Fußböden usw. Bei der Besichtigung war uns das leider nicht aufgefallen. Ich habe daher unsere Landlady angerufen und ihr die Situation geschildert. Sie war etwas schockiert, da sie eigentlich eine Reinigungsfirma bezahlt hatte, versprach aber, sich schnell zu kümmern. Eine Stunde später kam sie dann auch mit einer Putzfrau, die in den nächsten Stunden das Haus reinigte.

Die Einrichtung von Wohnungen in Irland kann sehr unterschiedlich sein. Möbel und elektrische Geräte sind wie gesagt fast immer da. Manchmal sind auch die Küchen voll eingerichtet mit Besteck, Geschirr, Töpfen usw. Das war bei uns jedoch nicht der Fall, es waren nur vier Tassen, zwei kleine Teller und relativ viel Besteck da. In den Schlafzimmern gab es Matratzen, Matratzenschoner und Kissen, aber keine Decken. Es würde allerdings bis zu drei Wochen dauern, bis unsere Umzugskartons aus Deutschland mit all unseren Sachen ankommen würden. Daher bin ich am Nachmittag in die Stadt gefahren, um eine Art Grundausstattung zu kaufen, die wir für die erste Zeit nutzen konnten: ein paar billige Teller, Schüsseln und Gläser, ein Topf, eine Pfanne und zwei Bettdecken.

Den restlichen Tag verbrachten wir mit Koffer auspacken. Am Abend, als Euan und Karsten von der Arbeit zurück waren, kam unsere Landlady noch einmal vorbei, zeigte uns alles und erklärte, wie was funktioniert. Heizung und Warmwasserbereitung sind hier etwas kurios, das muss man schon mal erklärt bekommen. Aber dazu schreibe ich später mal noch was ...

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Auf Jobsuche 
von Marion

Nachdem die Wohnungssuche nun aller Wahrscheinlichkeit nach vorüber war, haben Zuzana und ich uns heute auf Jobsuche begeben. In der Gegend, wo unsere Pension lag, gibt es eine ganze Reihe Job-Agenturen, bei denen man sich melden kann und die dann - mehr oder weniger intensiv und erfolgreich - versuchen, einem einen Job zu vermitteln. Wir haben mehrere dieser Agenturen aufgesucht und einfach einmal nachgefragt. Die meisten fragen als erstes, ob man seinen Lebenslauf dabei hat. Wenn ja, kann man ihn normalerweise abgeben und bekommt dann gesagt, dass sich jemand in den nächsten Tagen melden wird. Wenn nein, bekommt man gewöhnlich die Visitenkarte eines Agenten, dem man den Lebenslauf per Mail zuschicken soll. Bei einer Agentur hatte Zuzana das Glück, direkt mit einer Mitarbeiterin zu sprechen. Da sie einen Job als Sekretärin oder etwas ähnliches sucht, musste sie dann auch gleich noch einen Test in Word, Excel und Co. absolvieren.

Am späten Nachmittag haben wir dann unseren Mietvertrag von der Makleragentur abgeholt und ihn abends zusammen in der Lounge unserer Pension studiert. Es standen noch ein paar Dinge drin, die uns etwas fragwürdig erschienen, daher haben ihn erstmal nur Karsten und Euan unterschrieben. Zuzana und ich würden erst morgen in der Agentur unterschreiben, wenn alles geklärt ist.

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