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Powerscourt und Glendalough 
von Marion

Am Sonntag haben wir gemeinsam mit unserem Besuch einen Busausflug Richtung Süden zu den Powerscourt Gardens und nach Glendalough gemacht. Der Busfahrer war übrigens der gleiche wie bei der Tour nach Newgrange, daher kannten wir einen Teil seiner Witze schon ;-)

Das erste Tagesziel war Powerscourt House mit seiner großen Gartenanlage. Das Haus selbst - ursprünglich ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert jedoch komplett umgebaut - ist nicht als Wohnhaus zu besichtigen. Darin befinden sich diverse Geschäfte für Touristen, ein Restaurant und eine Ausstellung. Die daran angeschlossene Gartenanlage findet sich auf jeder Highlight-Liste für Irland-Besuche wieder. Das Haus steht auf einem Hügel, von dem aus die Gärten ins Tal zu einem See mit Fontäne abfallen. Von fast überall hat man einen wunderschönen Ausblick auf den gegenüberliegenden Berg, den markanten Great Sugarloaf Mountain. Highlights der Gartenanlage, deren Architekten sich von den Gärten in Versailles und Schönbrunn haben inspirieren lassen, sind der japanische Garten, ein Aussichtsturm (Pepper Pot Tower), dessen Form der Pfeffermühle des Hausherrn nachempfunden ist, und ein Tierfriedhof, auf dem die Haustiere der Familie mit teils sehr persönlichen Widmungen auf den Grabsteinen begraben sind.

Nach einem ausgiebigen Rundgang durch die Gartenanlage und einem Imbiss im sehr guten Restaurant fuhren wir weiter nach Glendalough, ebenfalls ein Muss auf jeder Irland-Rundreise. Der irische Name bedeutet "Tal der zwei Seen". Im 5. und 6. Jahrhundert entstand hier, wo zunächst der Mönch Kevin als Eremit lebte, eine Siedlung und später ein bedeutendes Kloster. Die beeindruckenden Ruinen des Klosters besichtigten wir im Rahmen einer Führung. Anschließend hatten wir noch die Gelegenheit zu einem ausgedehnten Spaziergang zu den beiden Seen, die dem Tal ihren Namen gaben: dem "Lower Lake" und dem "Upper Lake". Vom Ufer des Upper Lake hat man einen traumhaften Blick über den von Bergen eingerahmten See. Bei typisch irischem Wetter (leichter Nebel und Nieselregen) herrschte dort eine unglaublich mystische Stimmung ...

Die Panaroma-Fahrt durch die Wicklow Mountains zurück nach Dublin war dann leider nicht ganz so aussichtsreich: Der Nebel hatte sich inzwischen verdichtet und es schüttete so, dass man nicht mal die benachbarten Berge sehen konnte, geschweige denn irgendwelche Panoramen. Dennoch war es ein sehr schöner Tag, den wir in einem netten italienischen Restaurant in Dublin haben ausklingen lassen.

Am Montag und Dienstag unternahmen unsere Besucher dann noch eigenständige Besichtigungen in Dublin und haben Karsten einmal bei Google besucht. Heute sind sie nun wieder nach Deutschland geflogen und uns hat der Alltag wieder.

Powerscourt House Blick über die Gartenanlage (im Vordergrund wunderschöne Steinmosaiken) zum Great Sugarloaf Mountain Tierfriedhof in den Powerscourt Gardens, der Grabstein im Vordergrund erinnert an zwei Kühe
alte Kirche in Glendalough rätselhafte Wegweiser im Gelände von Glendalough mystische Stimmung am Upper Lake Rundturm und Klosterruinen von Glendalough

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Besuch 
von Marion

So langsam wird unser Leben in Irland zum Alltag, der aber zum Glück durch Besucher unterbrochen wird, die sich nun mehr und mehr ankündigen. Am Donnerstag habe ich Karstens Mutter Lidy und seinen Bruder Lars vom Flughafen abgeholt. Karsten selbst kam am selben Tag erst spätabends von einer Firmenveranstaltung in Norditalien wieder.

Am Freitag erlebten Lidy und Lars das Programm "der erste Tag als Besucher in Dublin" ;-), das sicher noch viele unserer Besucher kennenlernen werden. Wir machten einen Rundgang durch die Innenstadt, zu verschiedenen berühmten Gebäuden und Plätzen und besichtigten das Trinity College mit dem Book of Kells.

Heute fuhren wir mit dem DART nach Malahide. Dort waren Karsten und ich zwar schonmal gewesen, aber das Schloss hatten wir dabei nicht besichtigt. Das haben wir heute nachgeholt. Das Schloss, dessen älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen, ist sehr schön eingerichtet und wirklich sehenswert. Die Führung wird über Lautsprecher in jedem Raum realisiert, was den Vorteil hat, dass man sich während des Programms frei im Raum bewegen kann. Auf dem Schlossgelände gibt es noch einen botanisches Garten und ein Modelleisenbahn-Museum, die jedoch beide im Winter leider geschlossen sind.

Dublins Kneipenviertel Temple Bar St. Stephen's Green Shopping Centre Malahide Castle

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Newgrange und Hill of Tara 
von Marion

Die Sehenswürdigkeiten in Dublin und der näheren Umgebung haben wir nun mittlerweile ganz gut abgegrast, so dass es Zeit wird, unseren Entdeckungsradius ein wenig weiter auszudehnen. Da wir ja hier kein Auto zur Verfügung haben, werden wir wohl die zahlreich angebotenen und auch bezahlbaren geführten Ausflüge mit Bus und/oder Bahn nutzen.

Am Samstag haben wir einen Busausflug nach Newgrange und zum Hill of Tara gemacht. Los ging es um 10 Uhr vom zentralen Busbahnhof in Dublin, der Bus war mit 32 Personen etwa zu zwei Drittel gefüllt. Nach etwa einer Stunde Busfahrt waren wir in der Gegend von Drogheda nördlich von Dublin angekommen. Zunächst besuchten wir Monasterboice, eine Klosteranlage mit Friedhof, Kirchenruinen, einem hohen Rundturm und vielen reichverzierten Hochkreuzen mit biblischen Motiven.

Anschließend ging es weiter ins Boyne Valley zu den neolithischen Ganggräbern, von denen Newgrange das bekannteste ist. Diese Gräber gehören zum Unesco-Weltkulturerbe und sind eine der Top-Attraktionen Irlands. Sie sind etwa 500 Jahre älter als die Pyramiden und 1000 Jahre älter als Stonehenge. Trotzdem sind sie erstaunlich gut erhalten. Die Besichtigung beginnt im Besucherzentrum, das eine ausgezeichnete Ausstellung über die Ganggräber und das prähistorische Irland bietet. Von dort aus ging es mit Kleinbussen zum Grab von Newgrange, das wir im Rahmen einer Führung besichtigten. Der unterirdische Gang, die Grabkammern und die abstrakt verzierten Steine waren wirklich eindrucksvoll.

Das letzte Ziel des Tages war der Hill of Tara. Das ist der "heiligste Ort" in Irland, die Heimat der Druiden und die Hauptstadt der alten irischen Hochkönige. Auf dem Hügel selbst gibt es nicht allzuviel zu sehen, es ist eine grüne, wellige Hochebene. Im Sommer gibt es Führungen, bei denen man die Geschichte vor Ort erklärt bekommt, das ist dann bestimmt interessant. Und bei schönem Wetter (das wir leider nicht hatten) hat man vom Hügel eine schöne Aussicht. Da auch das Besucherzentrum mit Ausstellung im Winter geschlossen hatte, erlebten wir dicht gedrängt in einem kleinen Buchladen einen kurzen Diavortrag über Tara. Der danach geplante Spaziergang auf dem Hügel fiel leider sehr kurz aus, da es inzwischen in Strömen regnete und wir nach kurzer Zeit völlig durchnässt waren. Aber Tara werden wir uns sicher im Sommer noch mal bei schönerem Wetter in Ruhe anschauen.

Hochkreuz in Monasterboice Friedhof mit Rundturm in Monasterboice Newgrange aus der Ferne Eingang zum Grab von Newgrange mit verziertem Eingangsstein Besuchergruppe vor dem Grab von Newgrange

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Seats are not for feet! 
von Marion

"Die Sitze sind nicht für die Füße gedacht!" - dieses Schild hängt hier im DART (S-Bahn) über jeder, aber auch wirklich jeder Sitzbank. Nützen tut es gar nix ... Die Füße auf die gegenüberliegende Sitzbank zu legen ist hier eine weitverbreitete Unsitte, die sowohl von Jugendlichen als auch von seriös wirkenden Herren im Geschäftsanzug gepflegt wird. Entsprechend schnell wirken die Polster der Bänke schmuddelig.

Ein weiteres Detail im Stadtbild, an das wir uns nicht so recht gewöhnen können, ist das extensive Tragen von Jogginganzügen als normale Freizeitkleidung. Natürlich trägt nicht jeder einen Jogginganzug beim Einkaufen, aber es sind doch so viele Leute, dass es einem immer wieder auffällt, ganz besonders in der Innenstadt in den belebten Einkaufszonen.
Besonders kurios wirken Gruppen von Jugendlichen, die zur Hälfte aus wie für die Disco aufgestylten Mädchen und zur anderen Hälfte aus Jogging-Anzug-tragenden jungen Männern besteht ...

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Kurzbesuch in Norddeutschland 
von Marion

Am vergangenen Wochenende haben wir einen Kurzbesuch in Norddeutschland gemacht, da in Karstens Familie ein runder Geburtstag anstand. Am Freitag vormittag ging es mit Aer Lingus von Dublin direkt nach Hamburg, von wo aus wir in eineinhalb Stunden mit dem Mietwagen in Dollerup waren. Heute (Montag) nachmittag ging es dann wieder zurück nach Dublin. Beide Flüge liefen völlig problemlos, es gab keinerlei Wartezeiten beim Einchecken und wir sind beide Male überpünktlich angekommen :-). Dadurch war dieser Kurzbesuch auch gar nicht anstrengend, sondern gut zu bewältigen. Quer durch Deutschland von Chemnitz nach Dollerup haben wir früher länger gebraucht ;-).

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