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Frohes Neues Jahr! 
von Marion

Wir wünschen allen ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!

Schon am 26.12. waren unsere Weihnachtsferien in Chemnitz beendet und wir sind zurück nach Dublin geflogen. Bei der Ankunft am Flughafen wartete am Taxistand leider eine mehrere hundert Meter lange Schlange auf uns. Die Haltestellen für die Busse in die Stadt waren allerdings genauso hoffnungslos überfüllt, also haben wir uns doch für ein Taxi angestellt. Nach etwa 45 Minuten Warten konnten wir dann endlich die letzte Etappe zu unserem Haus absolvieren.

Die letzten Tage des Jahres verliefen ziemlich ruhig hier in Dublin. Das alltägliche Leben ist zwischen den Feiertagen auf Sparflamme heruntergefahren, die Geschäfte haben nur eingeschränkte Öffnungszeiten und manche sind gleich ganz geschlossen. Normalität wird es wohl erst ab dem 2. Januar wieder geben. Das relativ milde Wetter haben wir in diesen Tagen für schöne Spaziergänge genutzt.

Silvester haben wir gemütlich und ganz ruhig zu zweit zu Hause verbracht (unsere Mitbewohner waren noch nicht wieder da). Wir haben uns "Dinner for one" aus dem Internet heruntergeladen ;-) und zum ersten Mal Irish Stew gekocht. Dieser Eintopf ist sehr lecker geworden, vielleicht hat ja jemand Lust, ihn mal nachzukochen:

Zutaten:
500g Lammfleisch, 1 große Zwiebel, 200g Möhren, 200g Sellerie, 150g Lauch, 250g Weißkohl, Öl, Knoblauch, 1/2 l Brühe, Pfeffer, Salz, Kümmel, Thymian, 400g Kartoffeln.
(Auf die genauen Mengen kommt es beim Gemüse nicht so sehr an. Wir mussten den Kohl weglassen, weil es den hier gerade nicht gab, aber es hat auch so sehr gut geschmeckt.)

Das Fleisch würfeln und in Öl braun anbraten. Kleingeschnittenes Gemüse (Möhren, Sellerie, Kohl, Lauch, Zwiebel, Knoblauch) zufügen und bei mittlerer Temperatur 10 min dünsten. Mit der Brühe ablöschen, mit Pfeffer, Salz, Thymian und Kümmel nach Geschmack würzen, abdecken und ca. 30 min schmoren. Kartoffeln schälen, in kleine Stücke schneiden, zufügen und so lange mitköcheln, bis sie gar sind.

Um Mitternacht sind wir mal raus auf die Straße gegangen um zu sehen, ob wir einen Blick auf ein bisschen Feuerwerk erhaschen können. Der Besitz von Feuerwerkskörpern ist in der Republik Irland verboten, es werden auch in den Geschäften keine verkauft. Deshalb wird auf den Straßen hier sehr wenig geknallt. Im Stadtzentrum scheint es organisierte Feuerwerke gegeben zu haben, doch davon konnten wir leider nur sehr wenig sehen. Aber ein so ruhiges Silvester war auch mal schön.

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Weihnachten in Chemnitz 
von Marion

Wir wünschen allen Lesern dieses Blogs Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Am 20.12. sind wir nach Deutschland geflogen, um die Weihnachtstage in Chemnitz zu verbringen. Da wir noch einen Geschenkgutschein von Air Berlin hatten, haben wir für den Hinflug diesmal die Route Belfast - London Stansted - Leipzig gewählt (Air Berlin fliegt leider nicht von Dublin aus). Die Fahrt nach Belfast verlief problemlos, wir fuhren mit einem Bus vom Dubliner Busbahnhof zum Europa Bus Centre in Belfast (Fahrtdauer knapp drei Stunden) und von dort aus mit einem Shuttlebus zum George Best Belfast City Airport (das ist der kleinere der beiden Flughäfen in Belfast).

Auf dem wirklich sehr kleinen Flughafen haben wir zunächst etwas gegessen und anschließend unseren Koffer eingecheckt. Nach der Sicherheitskontrolle fanden wir uns in einem ebenfalls sehr kleinen Wartebereich mit insgesamt vier Ausgängen wieder. Den ganzen Tag über war es in Irland schon recht neblig gewesen, doch nun zog es sich richtig zu. Hinter allen Flügen, die in der nächsten Zeit starten sollten, tauchte auf der Anzeigetafel nach und nach ein "Verspätet" auf und dazu ein Hinweis "Nächste Information um 17:00". Aus dem "17:00" wurde ein "17:30", danach ein "18:00". Unser Flug sollte ursprünglich um 18:20 Uhr starten. Immer wieder kamen Durchsagen, dass einige Flüge abgesagt wurden und die Reisenden ihr Gepäck wieder abholen sollten. Je weiter die Zeit fortschritt, desto mehr zweifelten wir daran, dass wir heute noch in Deutschland eintreffen würden. Gegen 18 Uhr wechselte die Anzeige unseres Fluges plötzlich von "Verspätung" auf "Abflug 18:20 Uhr". Sollten wir tatsächlich als einzige pünktlich starten dürfen? Richtig geglaubt haben wir das erst, als wir tatsächlich zum Einsteigen aufgefordert wurden. Mit einer kleinen Verspätung von etwa 10 Minuten starteten wir dann nach London.

In Stansted war es den ganzen Tag auch recht neblig gewesen, wenn auch nicht so schlimm wie in Heathrow. Durch den Nebel hatte sich die Abfertigung der Flugzeuge verzögert und wir mussten vor dem Landen eine Warteschleife in der Luft drehen. Als wir endlich auf der Parkposition standen, hatten wir noch ganze 20 Minuten bis zum Start des zweiten Flugzeugs nach Leipzig. Zum Glück hatte man uns in Belfast zugesichert, dass man bei einer Verspätung in Stansted auf uns warten würde (wir waren auch nicht die einzigen mit dieser Verbindung) und die Bordkarten hatten wir auch schon. Trotzdem hetzten wir im Eiltempo durch den riesigen Flughafen. Nach einer Fahrt mit der Flughafenbahn kamen wir endlich am richtigen Gate an und wurden von einem Sicherheitsbeamten zu einer eigentlich schon abgesperrten Gangway geführt. Wir waren dann doch etwas erleichert, als wir im Flugzeug saßen ;-).

Mit leichter Verspätung kamen wir dann in Leipzig an. Die Erleichterung über den doch noch geglückten Flug wandelte sich beim Warten am Gepäckband dann in mäßige Frustration: Unser Koffer (mit einem Großteil der Weihnachtsgeschenke!) hatte es - wie das Gepäck aller Passagiere aus Belfast - leider nicht geschafft, er war in Stansted liegen geblieben. Beim Warten am Schalter, der die Verlustmeldungen aufnahm, erfuhren wir, dass so etwas bei knappen Umstiegen in Stansted häufiger vorkäme - diese Verbindung werden wir also nicht wieder nehmen! Unser Koffer wurde uns dann am Samstag nachmittag (23.12.), nachdem der halbe Urlaub schon um war, nach Chemnitz geliefert.

Die Weihnachtstage in Chemnitz waren sehr schön, nur leider viel zu kurz. Das Bummeln über den Weihnachtsmarkt und die stimmungsvolle Beleuchtung haben uns dann auch richtig in Weihnachtsstimmung gebracht, die in Dublin nicht so recht aufkommen wollte.

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Weihnachtsmärkte 
von Marion

Dass es hier in Dublin keinen großen zentralen Weihnachtsmarkt gibt, der die ganze Adventszeit über geöffnet hat, hatte ich ja schon einmal geschrieben. Die Reisebüros hier bieten sogar extra Touren zu deutschen Weihnachtsmärkten als besonderes Highlight an.

Zwei Dubliner Weihnachtsmärkte haben wir uns in den letzten Tagen noch angeschaut. Mitte der Woche war ich einmal auf dem "Christkindel Market" im Finanzzentrum, der als erster europäischer Weihnachtsmarkt in Dublin angepriesen wurde. Wie man auf dem Foto vielleicht erkennen kann, gibt es dort eine Reihe von Buden, die die verschiedensten Dinge von Kitsch bis zu erlesenem irischen Kunsthandwerk verkaufen. Es war nett, sich dort umzuschauen, auch wenn bei mir keine richtige Weihnachtsstimmung aufkommen wollte. Für das leibliche Wohl gab es unter anderem einen Weißbierstand und einen Stand, wo man gegrillte Roster im Hotdogbrötchen für 5 EUR erwerben konnte.

Heute waren wir nun auf dem Weihnachtsmarkt im nahegelegenen St. Anne's Park. Dieser entpuppte sich als Ansammlung von etwa 10 bis 15 kleinen Ständen, die Bio-Lebensmittel und Kunsthandwerk anboten. Karsten verglich die Größe des Marktes etwa mit dem in seinem Heimatdorf Dollerup ;-). In einer Ecke des Marktes sang ein kleiner Chor (leider ohne Verstärkung) Weihnachtslieder. Mir taten die Sänger ein wenig leid, da ihnen niemand zuhörte. Das Imbissangebot bestand aus einem einzigen Stand, der Crepes anbot - jedoch ausgesprochen kreative und leckere Kreationen zu einem vernünftigen Preis.

Eingangstor zum Dubliner Christkindel Market verschiedene Buden auf dem Christkindel Market

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Wieder in Dublin 
von Marion

Gestern konnte ich nun endlich Karsten vom Flughafen abholen, seine zwei Monate Amerika waren vorbei. Der Flug von San Francisco über London Heathrow verlief problemlos und er kam pünktlich samt Gepäck in Dublin an. Durch den Jetlag war er natürlich ein wenig mitgenommen, doch schon am nächsten Tag war der Zeitunterschied überwunden.

Heute nachmittag waren wir in der Innenstadt (die Geschäfte haben ja auch sonntags auf), um ein paar Weihnachtseinkäufe zu machen und Fotos vom weihnachtlichen Dublin zu schießen. In der Stadt war die Hölle los, die am Wochenende ohnehin schon immer sehr belebten Einkaufsstraßen und -zentren platzten aus allen Nähten. Überall musste man sich seinen Weg durch mit Tüten und Taschen beladene Menschenmassen bahnen. Mit der Zeit kann das ganz schön nervenaufreibend werden, doch wir haben letztendlich bekommen, was wir wollten (Geschenke und Fotos).

Zwei Fotos hänge ich an diesen Eintrag mit an, noch viel mehr findet man im 22. Fenster des Adventskalenders der TU Chemnitz, wo ich die Adventszeit in Dublin beschrieben habe.

Weihnachtsbaum am General Post Office in Dublin Menschenmassen beim Weihnachtseinkauf auf der geschmückten Grafton Street

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Stürmischer Advent 
von Marion

In Dublin herrscht eigentlich ständig Aprilwetter. Ein normaler Tag bietet ein bisschen Sonnenschein, viele Wolken und ein paar Stunden Regen - mal mehr, mal weniger stark. Natürlich gibt es auch Tage, an denen es nur Sonne oder nur Regen gibt, aber die sind eher selten. Und Perioden mit mehreren Tagen gleichen Wetters habe ich bisher kaum erlebt.

Die letzten drei Tage war das Wetter hier jedoch besonders hässlich. Samstag, Sonntag und Montag hat es in einem fort geregnet und dabei war es extrem stürmisch. Am Sonntag war es besonders schlimm, ich bin teilweise kaum vorwärts gekommen, als ich mich doch einmal hinausgewagt hatte, und war hinterher klitschnass (an die Benutzung eines Schirms ist bei diesem Wind nicht zu denken).

Eines der Opfer des Sturms war ein schöner großer Weihnachtsbaum, der letzte Woche auf einer Verkehrsinsel etwa 100 Meter von unserem Haus aufgestellt wurde. Als ich am Sonntag mittag dort vorbei kam, war der Baum durch den Sturm in der Mitte durchgebrochen worden, die obere Hälfte lag traurig auf dem Boden. Gestern wurde nun der ganze Baum abtransportiert.

Ansonsten ist es hier in den letzten Wochen immer weihnachtlicher geworden. Überall wurde geschmückt und beleuchtet, auch wenn für meinen Geschmack hier alles viel zu bunt und zu kitschig ist ;-). Was man teilweise in den Einkaufszentren zu sehen bekommt, ist wirklich nicht mehr schön ... Im Baum in unserer Einfahrt hängt übrigens eine blaue Lichterkette.

Eine Weihnachtsmarkt-Kultur wie in Deutschland gibt es hier nicht, also es gibt keinen zentralen Weihnachtsmarkt, der die ganze Adventszeit über geöffnet hat. Hier und da gibt es kleinere "christmas markets", die aber meist nur an einem Tag oder einem Wochenende sind. Am Sonntag wollte ich einen solchen hier in der Nähe besuchen, der wurde jedoch leider wegen des Wetters abgesagt. Für die zweite Dezemberhälfte ist im Finanzzentrum von Dublin ein Weihnachtsmarkt im europäischen Stil geplant ("Der erste überhaupt in Irland"), den werden wir uns sicher einmal anschauen. Dort sind auch "German BBQ" und "Gluhwein" angekündigt ;-).
Sobald Karsten wieder hier in Dublin ist, werden wir sicher auch mal ein paar Bilder vom weihnachtlichen Dublin liefern können.

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