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Newgrange und Hill of Tara 
von Marion

Die Sehenswürdigkeiten in Dublin und der näheren Umgebung haben wir nun mittlerweile ganz gut abgegrast, so dass es Zeit wird, unseren Entdeckungsradius ein wenig weiter auszudehnen. Da wir ja hier kein Auto zur Verfügung haben, werden wir wohl die zahlreich angebotenen und auch bezahlbaren geführten Ausflüge mit Bus und/oder Bahn nutzen.

Am Samstag haben wir einen Busausflug nach Newgrange und zum Hill of Tara gemacht. Los ging es um 10 Uhr vom zentralen Busbahnhof in Dublin, der Bus war mit 32 Personen etwa zu zwei Drittel gefüllt. Nach etwa einer Stunde Busfahrt waren wir in der Gegend von Drogheda nördlich von Dublin angekommen. Zunächst besuchten wir Monasterboice, eine Klosteranlage mit Friedhof, Kirchenruinen, einem hohen Rundturm und vielen reichverzierten Hochkreuzen mit biblischen Motiven.

Anschließend ging es weiter ins Boyne Valley zu den neolithischen Ganggräbern, von denen Newgrange das bekannteste ist. Diese Gräber gehören zum Unesco-Weltkulturerbe und sind eine der Top-Attraktionen Irlands. Sie sind etwa 500 Jahre älter als die Pyramiden und 1000 Jahre älter als Stonehenge. Trotzdem sind sie erstaunlich gut erhalten. Die Besichtigung beginnt im Besucherzentrum, das eine ausgezeichnete Ausstellung über die Ganggräber und das prähistorische Irland bietet. Von dort aus ging es mit Kleinbussen zum Grab von Newgrange, das wir im Rahmen einer Führung besichtigten. Der unterirdische Gang, die Grabkammern und die abstrakt verzierten Steine waren wirklich eindrucksvoll.

Das letzte Ziel des Tages war der Hill of Tara. Das ist der "heiligste Ort" in Irland, die Heimat der Druiden und die Hauptstadt der alten irischen Hochkönige. Auf dem Hügel selbst gibt es nicht allzuviel zu sehen, es ist eine grüne, wellige Hochebene. Im Sommer gibt es Führungen, bei denen man die Geschichte vor Ort erklärt bekommt, das ist dann bestimmt interessant. Und bei schönem Wetter (das wir leider nicht hatten) hat man vom Hügel eine schöne Aussicht. Da auch das Besucherzentrum mit Ausstellung im Winter geschlossen hatte, erlebten wir dicht gedrängt in einem kleinen Buchladen einen kurzen Diavortrag über Tara. Der danach geplante Spaziergang auf dem Hügel fiel leider sehr kurz aus, da es inzwischen in Strömen regnete und wir nach kurzer Zeit völlig durchnässt waren. Aber Tara werden wir uns sicher im Sommer noch mal bei schönerem Wetter in Ruhe anschauen.

Hochkreuz in Monasterboice Friedhof mit Rundturm in Monasterboice Newgrange aus der Ferne Eingang zum Grab von Newgrange mit verziertem Eingangsstein Besuchergruppe vor dem Grab von Newgrange

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Seats are not for feet! 
von Marion

"Die Sitze sind nicht für die Füße gedacht!" - dieses Schild hängt hier im DART (S-Bahn) über jeder, aber auch wirklich jeder Sitzbank. Nützen tut es gar nix ... Die Füße auf die gegenüberliegende Sitzbank zu legen ist hier eine weitverbreitete Unsitte, die sowohl von Jugendlichen als auch von seriös wirkenden Herren im Geschäftsanzug gepflegt wird. Entsprechend schnell wirken die Polster der Bänke schmuddelig.

Ein weiteres Detail im Stadtbild, an das wir uns nicht so recht gewöhnen können, ist das extensive Tragen von Jogginganzügen als normale Freizeitkleidung. Natürlich trägt nicht jeder einen Jogginganzug beim Einkaufen, aber es sind doch so viele Leute, dass es einem immer wieder auffällt, ganz besonders in der Innenstadt in den belebten Einkaufszonen.
Besonders kurios wirken Gruppen von Jugendlichen, die zur Hälfte aus wie für die Disco aufgestylten Mädchen und zur anderen Hälfte aus Jogging-Anzug-tragenden jungen Männern besteht ...

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Kurzbesuch in Norddeutschland 
von Marion

Am vergangenen Wochenende haben wir einen Kurzbesuch in Norddeutschland gemacht, da in Karstens Familie ein runder Geburtstag anstand. Am Freitag vormittag ging es mit Aer Lingus von Dublin direkt nach Hamburg, von wo aus wir in eineinhalb Stunden mit dem Mietwagen in Dollerup waren. Heute (Montag) nachmittag ging es dann wieder zurück nach Dublin. Beide Flüge liefen völlig problemlos, es gab keinerlei Wartezeiten beim Einchecken und wir sind beide Male überpünktlich angekommen :-). Dadurch war dieser Kurzbesuch auch gar nicht anstrengend, sondern gut zu bewältigen. Quer durch Deutschland von Chemnitz nach Dollerup haben wir früher länger gebraucht ;-).

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Bilder von unserem Haus 
von Marion

Endlich haben wir nun mal ein paar Bilder von unserem Häuschen gemacht. Hier sind sie:

Unser Haus von außen (vom kleinen Garten aus) Essbereich Treppe nach oben und Tür zum Arbeits/Gästezimmer Im Wohnzimmer, am rechten Bildrand sieht man den gasbetriebenen Kamin unser Zimmer

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Bürokratie und Service 
von Marion

Die Mühlen der Bürokratie mahlen in Irland recht langsam und mit dem Service ist es für unsere Begriffe an manchen Ecken nicht weit her. Hier mal ein paar Beispiele, was wir schon erlebt haben:

Ende September 2006 habe ich eine PPS-Nummer (Sozialversicherungsnummer) beantragt. Dafür geht man zum zuständigen Amt und füllt einen Antrag aus. Normalerweise kommt dann spätestens 2 Wochen später ein Brief mit der gewünschten Nummer. Diesen Brief brauchte ich, um hier ein Bankkonto eröffnen zu können (ein amtlicher Brief zählt dort als Adressnachweis, der Mietvertrag ist bei der Bank nicht ausreichend).
Als nach drei Wochen noch immer kein Brief angekommen war, rief ich beim Amt an und fragte nach. Nach einem Blick in den Computer meinte mein Gesprächspartner, der Brief wäre als unzustellbar zurückgekommen. Es stellte sich heraus, dass bei der Übertragung meines Antragsformulars in den Computer die falsche Straße eingetragen wurde. Das wurde geändert und man versicherte mir, ich würde in spätestens zwei Wochen den Brief bekommen. Wieder drei Wochen später war immer noch kein Brief da. Auf meinen erneuten Anruf meinte man, der Brief hätte eigentlich angekommen sein müssen, aber man würde mir einen neuen schicken. In spätestens zwei Wochen ... Zwei Wochen später war tatsächlich ein Brief mit meiner PPS-Nummer da. Dabei stellte ich allerdings fest, dass mein Name falsch geschrieben war (Peterson statt Petersen, das wird hier dauernd falsch geschrieben, egal wie klar und deutlich man es buchstabiert). Normalerweise ignorieren wir diese Falschschreibung hier inzwischen, aber bei der Sozialversicherung wollte ich lieber auf Nummer Sicher gehen und korrigierte die Schreibweise telefonisch. Weitere zwei Wochen später bekam ich endlich den korrekten Brief zugestellt.

Bei der Eröffnung des Bankkontos gab es auch eine Panne. Nachdem ich einen langen Antrag ausgefüllt hatte (was die hier alles wissen wollen ...), wurde mir mitgeteilt, dass der Antrag nun durch die Genehmigungsabteilung müsse und sich bei mir melden würde. Zwei oder drei Wochen später hatte sich noch niemand bei mir gemeldet und ich fragte in der Bank nach. Dort konnte man meinen Antrag nicht finden und fragte mich, bei welchem Angestellten ich den Antrag abgegeben hätte, da jeder seinen eigenen Stapel zu bearbeitender Anträge hätte. Ich merke mir doch nicht die Namen der Leute, bei denen ich nur ein bisschen Papier abgebe ... Man versprach, noch einmal zu suchen und gab mir derweil einen neuen Antrag zum Ausfüllen mit. Mein Antrag wurde dann tatsächlich noch gefunden. Er war noch nicht bearbeitet worden, weil noch eine Angabe fehlte (was bei der Abgabe nicht beanstandet worden war). Diese Angabe durfte ich dann tatsächlich telefonisch machen und man versprach mir, dass das Konto "bald" eröffnet wird.

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