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Chess! 
von Marion

An Karstens Geburtstag haben wir es endlich geschafft, ein weiteres Hochzeitsgeschenk einzulösen: Wir waren zum ersten Mal in Dublin im Theater.

In der National Concert Hall, in der schon das Weihnachtskonzert meines Chores stattgefunden hatte, stand das Musical "Chess" auf dem Programm. Dieses Stück hat wirklich tolle Musik (geschrieben von den beiden Männern von Abba) und eine recht komplexe Handlung zum Thema Schach und Schachweltmeisterschaften.

Vor dem Theater waren wir noch lecker essen in einem sehr guten Restaurant (Bocca) in der Nähe der Grafton Street, anschließend brachen wir Richtung National Concert Hall auf. Das Theater war sehr gut gefüllt und es ging auch pünktlich los ;-). Darsteller waren die "Glasnevin Musical Society" als Ensemble und einige laut Programmheft sehr populäre Solisten. Die gesanglichen Leistungen der Solisten waren (bis auf kleinere Abstriche) auch ausgezeichnet. Die "Musical Society" scheint eine nicht-professionelle Einrichtung zu sein, bei der man sich auch bewerben kann. Mal sehen, vielleicht ist das ja was für mich.
Was uns nicht so gefallen hat, war die Inszenierung insgesamt. Gut, es gibt in der National Concert Hall wenig an Bühnentechnik, aber einiges hätte man doch ein wenig moderner und weniger bieder präsentieren können. Zur "Illustration" wurden 1 Beamer und 2 Diaprojektoren verwendet, wobei manchmal die Dias zu spät gewechselt wurden - nun ja.
Insgesamt war es jedoch ein sehr schöner Abend und wir haben ein weiteres tolles Musical live auf der Bühne erlebt.

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Valentinstag 
von Marion

Der "Konsumterror" vor dem Valentinstag hat sich ja in den letzten Jahren auch in Deutschland immer mehr verbreitet, aber hier ist alles noch ein bisschen heftiger. In den Wochen vor dem 14.2. war hier beinahe jedes Geschäft teilweise rosa und pinkfarben dekoriert und die verschiedensten möglichen und unmöglichen Dinge wurden als "ideales Valentinstagsgeschenk" angepriesen. In den Buch- und Schreibwarenläden hatte man die Auswahl aus hunderten pinkfarbenen und roten Valentinstagskarten, eine kitschiger als die andere ;-).

Der Grund, warum ich aber überhaupt einen Blogeintrag zum Valentinstag schreibe, liegt darin, dass sich die Gebeine und Reliquien des Heiligen Valentin tatsächlich hier in Dublin befinden. Sie wurden im 19. Jahrhundert von Papst Gregor XVI der Dubliner Whitefriar Street Carmelite Church gestiftet. Am Valentinstag werden die Gebeine immer besonders präsentiert und es gibt einen speziellen Gottesdienst für junge Leute und Verliebte.

Und falls es nun noch jemanden interessiert, was wir an dem Tag gemacht haben: Wir haben es uns bei einem leckeren Vier-Gänge-Valentins-Menü in einem der zahlreichen Restaurants in Temple Bar gut gehen lassen :-).

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Ein ganz normales Wochenende 
von Marion

Diesen Samstag waren wir auf einem Bio-Lebensmittelmarkt, der im St. Anne's Park (der große Park hier in der Nähe) abgehalten wird. Da gibt es wirklich tolle Sachen, sehr gute original italienische Produkte, Bio-Brotaufstriche und -Soßen aller Art, verschiedene Bäcker (mit "richtigem" Brot!) u.v.m. Da werden wir wohl ab und zu mal hingehen.

Am Sonntag haben wir noch ein paar Sachen auf der "Noch-zu-Besichtigen-Liste" ;-) abgehakt. Wir waren zunächst in der "Dublinia", das ist eine sehr anschauliche Ausstellung über Dublin im Mittelalter und in der Wikingerzeit. Dort kann man gut ein paar vergnügliche Stunden verbringen, vor allem wenn es wieder mal regnet. Anschließend haben wir die benachbarte Christ Church Cathedral besichtigt. Diese Kirche ist noch älter als die bekannte St. Patrick's Cathedral und seit dem Mittelalter der Sitz des Bischofs in Dublin. Während wir da drin waren, probte gerade der professionelle Chor der Kathedrale, das war wirklich toll. So hatten wir eine wunderschöne Begleitung für unsere Besichtigung (die sich übrigens sehr lohnt!). Ein etwas makabres Ausstellungsstück ist "The cat and the rat" - eine mumifizierte Katze und eine ebenso konservierte Ratte, die vermutlich vor der Katze geflohen ist. Bei ihrer wilden Jagd sind sie in eine Orgelpfeife gefallen und steckengeblieben, bis man sie bei der Restaurierung der Orgelfand ...

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Monteverdis "Vespern" 
von Marion

Seit Anfang Januar probt der Goethe-Institut-Chor nun wieder fleißig und bereitet sich auf ein Konzert vor, das Ende April in einer Kirche stattfinden soll. Auf dem Programm stehen die "Vespern" von Monteverdi - das ist ein ganz schöner Brocken für einen Laienchor. Die einzelnen Stimmen sind schon sehr anspruchsvoll, und dann ist das ganze auch noch doppelchörig mit bis zu zehn verschiedenen Stimmen. Da haben wir uns einiges vorgenommen. Jeder von uns bekam eine Übungs-CD mit seiner Stimme, die der Chorleiter extra aufgenommen hat. Schon diese Aufnahmen müssen ein Wahnsinnsaufwand gewesen sein. Mit dieser CD üben wir nun jedesmal vor einer Probe die Teile, die dann jeweils geprobt werden sollen. Am Anfang dachte ich noch, dass wir das nie schaffen, aber so langsam nimmt es jetzt Formen an :-).

Heute hatte der Chor vor der Probe sein jährliches Treffen, bei dem über die Arbeit des letzten Jahres diskutiert wurde. Es war interessant, einen Einblick zu bekommen, wie so ein Chor hier funktioniert. Es gibt eine Art Vorstand, der sich um alle organisatorischen und finanziellen Angelegenheiten kümmert.
Der Chor finanziert sich aus den Beiträgen der Mitglieder (150 EUR im Jahr) und aus den Einnahmen der Konzerte. Bezahlt werden müssen die Noten, der Chorleiter, die Konzert-Lokationen (z.B. musste die National Concert Hall für das Weihnachtskonzert richtig gemietet werden), das Orchester für die Konzerte und diverse andere Dinge. Es ist schon interessant, das alles mal so direkt zu erleben, denn in den Chören, in denen ich bisher war, hatten die Chormitglieder mit diesen Dingen ja eigentlich gar nichts zu tun.

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Kino und Garten 
von Marion

Das Wochenende haben wir relativ ruhig verbracht, man kann ja nicht immer in der Gegend herumfahren ;-).

Am Samstag waren wir in Dublin zum ersten Mal im Kino. Die Preise sind hier jedoch (wie bei fast allem) gesalzen - eine Karte kostet fast doppelt so viel wie in Chemnitz. Wir haben uns die Verfilmung von Patrick Süskinds Roman "Parfum - Geschichte eines Mörders" angeschaut. Der Film hat uns gut gefallen, das Buch ist sehr gut verfilmt und die Bilder sind beeindruckend. Zur absoluten Begeisterung fehlte aber irgendwie was ...

Zur Zeit haben wir hier traumhaft schönes Wetter, es ist frühlingshaft, die Sonne strahlt vom Himmel und es hat seit mehreren Tagen nicht geregnet :-). In unserer Wohnanlage blüht es an allen Ecken, Büsche, Primeln, Alpenveilchen, sogar hie und da mal eine Rose. Die Narzissen werden auch nicht mehr lange brauchen. Das schöne Wetter haben wir genutzt, um in unserem kleinen Garten mal ein wenig aufzuräumen und ein paar kleinere Sturmschäden zu beseitigen. Außerdem haben wir ein paar bunte Primeln gepflanzt, sodass es jetzt auch direkt vor unserer Tür blüht und frühlingshaft ist :-).

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