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Ein ganz normales Wochenende 
von Marion

Diesen Samstag waren wir auf einem Bio-Lebensmittelmarkt, der im St. Anne's Park (der große Park hier in der Nähe) abgehalten wird. Da gibt es wirklich tolle Sachen, sehr gute original italienische Produkte, Bio-Brotaufstriche und -Soßen aller Art, verschiedene Bäcker (mit "richtigem" Brot!) u.v.m. Da werden wir wohl ab und zu mal hingehen.

Am Sonntag haben wir noch ein paar Sachen auf der "Noch-zu-Besichtigen-Liste" ;-) abgehakt. Wir waren zunächst in der "Dublinia", das ist eine sehr anschauliche Ausstellung über Dublin im Mittelalter und in der Wikingerzeit. Dort kann man gut ein paar vergnügliche Stunden verbringen, vor allem wenn es wieder mal regnet. Anschließend haben wir die benachbarte Christ Church Cathedral besichtigt. Diese Kirche ist noch älter als die bekannte St. Patrick's Cathedral und seit dem Mittelalter der Sitz des Bischofs in Dublin. Während wir da drin waren, probte gerade der professionelle Chor der Kathedrale, das war wirklich toll. So hatten wir eine wunderschöne Begleitung für unsere Besichtigung (die sich übrigens sehr lohnt!). Ein etwas makabres Ausstellungsstück ist "The cat and the rat" - eine mumifizierte Katze und eine ebenso konservierte Ratte, die vermutlich vor der Katze geflohen ist. Bei ihrer wilden Jagd sind sie in eine Orgelpfeife gefallen und steckengeblieben, bis man sie bei der Restaurierung der Orgelfand ...

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Monteverdis "Vespern" 
von Marion

Seit Anfang Januar probt der Goethe-Institut-Chor nun wieder fleißig und bereitet sich auf ein Konzert vor, das Ende April in einer Kirche stattfinden soll. Auf dem Programm stehen die "Vespern" von Monteverdi - das ist ein ganz schöner Brocken für einen Laienchor. Die einzelnen Stimmen sind schon sehr anspruchsvoll, und dann ist das ganze auch noch doppelchörig mit bis zu zehn verschiedenen Stimmen. Da haben wir uns einiges vorgenommen. Jeder von uns bekam eine Übungs-CD mit seiner Stimme, die der Chorleiter extra aufgenommen hat. Schon diese Aufnahmen müssen ein Wahnsinnsaufwand gewesen sein. Mit dieser CD üben wir nun jedesmal vor einer Probe die Teile, die dann jeweils geprobt werden sollen. Am Anfang dachte ich noch, dass wir das nie schaffen, aber so langsam nimmt es jetzt Formen an :-).

Heute hatte der Chor vor der Probe sein jährliches Treffen, bei dem über die Arbeit des letzten Jahres diskutiert wurde. Es war interessant, einen Einblick zu bekommen, wie so ein Chor hier funktioniert. Es gibt eine Art Vorstand, der sich um alle organisatorischen und finanziellen Angelegenheiten kümmert.
Der Chor finanziert sich aus den Beiträgen der Mitglieder (150 EUR im Jahr) und aus den Einnahmen der Konzerte. Bezahlt werden müssen die Noten, der Chorleiter, die Konzert-Lokationen (z.B. musste die National Concert Hall für das Weihnachtskonzert richtig gemietet werden), das Orchester für die Konzerte und diverse andere Dinge. Es ist schon interessant, das alles mal so direkt zu erleben, denn in den Chören, in denen ich bisher war, hatten die Chormitglieder mit diesen Dingen ja eigentlich gar nichts zu tun.

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Kino und Garten 
von Marion

Das Wochenende haben wir relativ ruhig verbracht, man kann ja nicht immer in der Gegend herumfahren ;-).

Am Samstag waren wir in Dublin zum ersten Mal im Kino. Die Preise sind hier jedoch (wie bei fast allem) gesalzen - eine Karte kostet fast doppelt so viel wie in Chemnitz. Wir haben uns die Verfilmung von Patrick Süskinds Roman "Parfum - Geschichte eines Mörders" angeschaut. Der Film hat uns gut gefallen, das Buch ist sehr gut verfilmt und die Bilder sind beeindruckend. Zur absoluten Begeisterung fehlte aber irgendwie was ...

Zur Zeit haben wir hier traumhaft schönes Wetter, es ist frühlingshaft, die Sonne strahlt vom Himmel und es hat seit mehreren Tagen nicht geregnet :-). In unserer Wohnanlage blüht es an allen Ecken, Büsche, Primeln, Alpenveilchen, sogar hie und da mal eine Rose. Die Narzissen werden auch nicht mehr lange brauchen. Das schöne Wetter haben wir genutzt, um in unserem kleinen Garten mal ein wenig aufzuräumen und ein paar kleinere Sturmschäden zu beseitigen. Außerdem haben wir ein paar bunte Primeln gepflanzt, sodass es jetzt auch direkt vor unserer Tür blüht und frühlingshaft ist :-).

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Powerscourt und Glendalough 
von Marion

Am Sonntag haben wir gemeinsam mit unserem Besuch einen Busausflug Richtung Süden zu den Powerscourt Gardens und nach Glendalough gemacht. Der Busfahrer war übrigens der gleiche wie bei der Tour nach Newgrange, daher kannten wir einen Teil seiner Witze schon ;-)

Das erste Tagesziel war Powerscourt House mit seiner großen Gartenanlage. Das Haus selbst - ursprünglich ein Schloss aus dem 13. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert jedoch komplett umgebaut - ist nicht als Wohnhaus zu besichtigen. Darin befinden sich diverse Geschäfte für Touristen, ein Restaurant und eine Ausstellung. Die daran angeschlossene Gartenanlage findet sich auf jeder Highlight-Liste für Irland-Besuche wieder. Das Haus steht auf einem Hügel, von dem aus die Gärten ins Tal zu einem See mit Fontäne abfallen. Von fast überall hat man einen wunderschönen Ausblick auf den gegenüberliegenden Berg, den markanten Great Sugarloaf Mountain. Highlights der Gartenanlage, deren Architekten sich von den Gärten in Versailles und Schönbrunn haben inspirieren lassen, sind der japanische Garten, ein Aussichtsturm (Pepper Pot Tower), dessen Form der Pfeffermühle des Hausherrn nachempfunden ist, und ein Tierfriedhof, auf dem die Haustiere der Familie mit teils sehr persönlichen Widmungen auf den Grabsteinen begraben sind.

Nach einem ausgiebigen Rundgang durch die Gartenanlage und einem Imbiss im sehr guten Restaurant fuhren wir weiter nach Glendalough, ebenfalls ein Muss auf jeder Irland-Rundreise. Der irische Name bedeutet "Tal der zwei Seen". Im 5. und 6. Jahrhundert entstand hier, wo zunächst der Mönch Kevin als Eremit lebte, eine Siedlung und später ein bedeutendes Kloster. Die beeindruckenden Ruinen des Klosters besichtigten wir im Rahmen einer Führung. Anschließend hatten wir noch die Gelegenheit zu einem ausgedehnten Spaziergang zu den beiden Seen, die dem Tal ihren Namen gaben: dem "Lower Lake" und dem "Upper Lake". Vom Ufer des Upper Lake hat man einen traumhaften Blick über den von Bergen eingerahmten See. Bei typisch irischem Wetter (leichter Nebel und Nieselregen) herrschte dort eine unglaublich mystische Stimmung ...

Die Panaroma-Fahrt durch die Wicklow Mountains zurück nach Dublin war dann leider nicht ganz so aussichtsreich: Der Nebel hatte sich inzwischen verdichtet und es schüttete so, dass man nicht mal die benachbarten Berge sehen konnte, geschweige denn irgendwelche Panoramen. Dennoch war es ein sehr schöner Tag, den wir in einem netten italienischen Restaurant in Dublin haben ausklingen lassen.

Am Montag und Dienstag unternahmen unsere Besucher dann noch eigenständige Besichtigungen in Dublin und haben Karsten einmal bei Google besucht. Heute sind sie nun wieder nach Deutschland geflogen und uns hat der Alltag wieder.

Powerscourt House Blick über die Gartenanlage (im Vordergrund wunderschöne Steinmosaiken) zum Great Sugarloaf Mountain Tierfriedhof in den Powerscourt Gardens, der Grabstein im Vordergrund erinnert an zwei Kühe
alte Kirche in Glendalough rätselhafte Wegweiser im Gelände von Glendalough mystische Stimmung am Upper Lake Rundturm und Klosterruinen von Glendalough

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Besuch 
von Marion

So langsam wird unser Leben in Irland zum Alltag, der aber zum Glück durch Besucher unterbrochen wird, die sich nun mehr und mehr ankündigen. Am Donnerstag habe ich Karstens Mutter Lidy und seinen Bruder Lars vom Flughafen abgeholt. Karsten selbst kam am selben Tag erst spätabends von einer Firmenveranstaltung in Norditalien wieder.

Am Freitag erlebten Lidy und Lars das Programm "der erste Tag als Besucher in Dublin" ;-), das sicher noch viele unserer Besucher kennenlernen werden. Wir machten einen Rundgang durch die Innenstadt, zu verschiedenen berühmten Gebäuden und Plätzen und besichtigten das Trinity College mit dem Book of Kells.

Heute fuhren wir mit dem DART nach Malahide. Dort waren Karsten und ich zwar schonmal gewesen, aber das Schloss hatten wir dabei nicht besichtigt. Das haben wir heute nachgeholt. Das Schloss, dessen älteste Teile aus dem 12. Jahrhundert stammen, ist sehr schön eingerichtet und wirklich sehenswert. Die Führung wird über Lautsprecher in jedem Raum realisiert, was den Vorteil hat, dass man sich während des Programms frei im Raum bewegen kann. Auf dem Schlossgelände gibt es noch einen botanisches Garten und ein Modelleisenbahn-Museum, die jedoch beide im Winter leider geschlossen sind.

Dublins Kneipenviertel Temple Bar St. Stephen's Green Shopping Centre Malahide Castle

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