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Dublin Castle 
von Marion

Heute waren wir mit Catharina, die zur Zeit zu Besuch ist, im Dublin Castle und in der Chester Beatty Library.

Das Dubliner Schloss (siehe Panoramen), das abgesehen von einem trutzigen Wehrturm eigentlich nicht besonders imposant wirkt, liegt ziemlich versteckt zwischen Häuserzeilen mitten in der Stadt. Wir sind vorher schon mehrfach dicht daran vorbeigelaufen, ohne zu bemerken, dass wir am Schloss sind. Trotzdem ist die Anlage ziemlich groß und wird heute noch für Staatsempfänge und ähnliche repräsentative Zwecke genutzt. Im Schloss befindet sich auch der Saal, wo alle sieben Jahre der irische Präsident bzw. die irische Präsidentin (seit fast 20 Jahren stehen in Irland Frauen an der Spitze) vereidigt wird.

Unterhalb des Schlosses liegen die "Dubh Linn Gardens", und zwar genau an der Stelle, wo früher der schwarze Tümpel (Dubh Linn) lag, nach dem Dublin benannt wurde. Am Rand des Gartens liegt die Chester Beatty Library, ein Museum mit Kunstschätzen der großen Kulturen und Religionen der Welt sowie einer Präsenz- und Forschungsbibliothek zur Sammlung. Die Hauptausstellung ist zur Zeit leider wegen Renovierung geschlossen, aber wegen der exzellenten Ausstellung über die großen Weltreligionen lohnt sich der Besuch dennoch (Eintritt ist frei).

Anschließend stellten wir uns an der Schlange für die Führungen durch das Schloss an. Das Schloss ist am Wochenende von 14 bis 17 Uhr geöffnet, man sollte jedoch nicht zu spät kommen, denn die Führungen sind schnell ausverkauft. Wir hatten einen sehr guten Führer, dem man die Begeisterung über das, was er erzählte, anmerkte. Wir haben bei der Führung unter anderem gelernt, dass das Kleeblatt nicht das Symbol Irlands ist, sondern die Harfe (Irland ist damit das einzige Land, das ein Musikinstrument als Nationalsymbol hat). Das (dreiblättrige!) Kleeblatt wird als "Nationalpflanze" bezeichnet und zwar deshalb, weil der heilige Patrick, der das Christentum nach Irland brachte, das Kleeblatt dazu nutzte, den Menschen die Dreifaltigkeit zu erklären.

Die sehr lohnenswerte Führung durch die wunderschönen Schlossräume sollte man sich als Dublin-Besucher nicht entgehen lassen. Neben der imposanten St. Patrick's Hall, in der die Präsidenten-Vereidigung stattfindet, bekommt man dabei auch den Raum zu sehen, in dem Ende der 90er Jahre das Karfreitagsabkommen zwischen der Republik Irland, Großbritannien und den Parteien Nordirlands verhandelt wurde.

Dublin Castle: In diesem Raum wurde über das Karfreitagsabkommen verhandelt Dublin Castle: Drawing Room Dublin Castle: Bedford Tower

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Dublin Zoo 
von Marion

Unsere Mitbewohner sind zu einem längeren Australienurlaub aufgebrochen, so dass wir unser Haus mehrere Wochen für uns allein haben :-). Daher können wir uns auch mal für längere Zeit Besuch einladen und so ist im Moment Catharina, eine Freundin von mir aus dem Studio WM, für zwei Wochen hier, um sich Dublin anzuschauen.

Heute waren wir im Dubliner Zoo, der im riesigen Phoenix Park liegt. (Karte) Die Eintrittspreise sind gesalzen (z.Z. 14 EUR für einen Erwachsenen), aber die Anlage ist sehr schön. Die Herangehensweise erinnert sehr an den Leipziger Zoo, es gibt schöne Affenanlagen, einen riesigen Afrikateil, wo Giraffen, Zebras, Antilopen und Strauße sich ein großes Gehege teilen und zur Zeit wird gerade an einer Regenwald-Landschaft gebaut, wo dann auch eine Gruppe Elefanten ihr Zuhause finden soll.
Allerdings ist die Umsetzung des Konzepts hier nicht ganz so perfekt wie in Leipzig gelungen, hier und da hätte man einiges besser und optisch ansprechender machen können.
Toll fanden wir jedoch z.B. das riesige Nashorngehege mit insgesamt 6 ausgewachsenen Nashörnen, die einen ziemlich imposanten Anblick bieten. Auch sonst gibt es im Dubliner einige sehr interessante Tierarten, die wir bisher noch nie in Zoos gesehen hatten. Leider gibt es kein Aquarienhaus und auch nur eine sehr kleine Auswahl an Reptilien.

Trotz der hohen Preise ist ein Besuch im Dubliner Zoo lohnenswert, besonders bei so strahlend schönem Wetter, wie wir es heute hatten.

Orang-Utan-Mutter und -Kind Flusspferde Nashörner

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St. Patrick's Festival 
von Marion

Jedes Jahr am 17. März feiert Irland seinen Nationalfeiertag - den St. Patrick's Day. Da dieser dieses Jahr auf einen Samstag fiel, wurde stattdessen der darauffolgende Montag zu einem arbeitsfreien Feiertag erklärt. Das scheint hier die übliche Verfahrensweise bei Feiertagen zu sein - praktisch, nicht wahr ;-)?

Rund um den St. Patrick's Day wird in Dublin (laut meinen Arbeitskollegen erst seit einigen Jahren) ein richtiges Festival veranstaltet. Vom 15. bis 19. März waren eine Reihe großartiger Events in der Innenstadt geplant mit der Festparade am St. Patrick's Day und einem riesigen Feuerwerk am Sonntag als Höhepunkte. Da kann ich wohl davon ausgehen, dass an meinem Geburtstag in Dublin immer was los sein wird - schön :-).

Wo man hinsieht, ist an diesem Wochenende eine Farbe in Dublin vorherrschend: grün. Jeder zweite trägt einen grünen Hut oder eine Mütze, die Kinder haben grüne Haarschleifen und Rosetten an der Kleidung, die Straßen und Schaufenster sind grün dekoriert, und und und. Probleme mit dem Patriotismus haben die Iren jedenfalls nicht ;-).

Am Samstag waren wir zur großen Festparade in der Innenstadt und haben uns gemeinsam mit Tausenden anderen Menschen auf der O'Connell Street gedrängelt, um möglichst gut sehen zu können. Angeblich regnet es jedes Jahr während der Parade, aber wir hatten diesmal relativ viel Glück: Es war fast die ganze Zeit trocken, nur gegen Ende hat es mal ein wenig gespritzt. Die Parade war farbenfroh und interessant gestaltet, allerdings war es kein überwältigendes Erlebnis. Wir hörten auch ein paar Kommentare, dass es in den letzten Jahren besser gewesen sei.

Am Sonntag waren wir beim sogenannten "Tastefest" - eine Art Messe, wo Restaurants und Lebensmittelstände aus aller Welt vertreten waren und man nach Herzenslust kosten durfte (von Antipasti über richtige Gerichte diverser Restaurants über Getränke bis hin zu Süßkram und Desserts). Lecker :-) . An den Händlerständen konnte man alles in kleinen Mengen umsonst kosten, die Stände der Restaurants boten Kostproben richtiger Gerichte für eine bestimmte Menge "Tokens" an, die man kaufen musste (10 Tokens kosteten 6 EUR). Nachdem wir satt waren, sind wir Richtung Innenstadt gelaufen, waren mal kurz auf dem (sehr kleinen) Rummel und wollten dann ins "Luminarium", für das wir am Vortag Tickets gekauft hatten. Das ist eine Art aufblasbarer Irrgarten mit interessanten Licht- und Farbeffekten - kann man schlecht beschreiben. Danach wollten wir noch ne Kleinigkeit essen gehen und uns dann das Feuerwerk anschauen. Als wir aber beim Luminarium ankamen, lagen dort nur noch die traurigen Reste der Aufblas-Welt - wegen des Sturms musste die Luft abgelassen werden und das Ganze wurde abgesagt. Dort erfuhren wir auch, dass wegen des schlechten Wetters leider auch das so aufwändig vorbereitete Feuerwerk abgesagt werden musste - das war wirklich sehr, sehr schade! Wir sind dann zurück nach Hause und unterwegs sogar noch in einen Schneesturm (ja, wirklich!) geraten, der allerdings schnell wieder vorbei war.

Am Montag haben wir uns noch einen "Ruhetag" gegönnt, bevor es am Dienstag mit der Arbeit weiterging.

grüne Hüte und Mützen prägen das Stadtbild am St. Patrick's Day St. Patrick's Parade St. Patrick's Parade: St. Patrick telefoniert - mit wem wohl? St. Patrick's Parade St. Patrick's Parade St. Patrick's Parade St. Patrick's Parade Schnee im Finanzzentrum, rechts die traurigen Überreste des Luminarium

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60. Geburtstag in Dollerup 
von Marion

Am Montag nach den Chemnitzer Linux-Tagen sind wir weiter nach Magdeburg gefahren, wo Karstens Bruder Lars am Dienstag seine Diplomverteidigung hatte. Jetzt haben wir noch einen diplomierten (Wirtschafts-)Informatiker in der Familie :-)

Am Dienstag nachmittag ging es dann schon weiter nach Dollerup zu Karstens Eltern, wo wir noch ein paar schöne, ruhige und stressfreie Tage verbringen konnten. Am Samstag wurde dann der 60. Geburtstag von Karstens Vater groß gefeiert - das halbe Dorf (naja, nicht ganz ...) war anwesend und wir hatten einen sehr schönen Tag.

Heute sind wir nun wieder von Hamburg nach Irland zurückgeflogen und morgen geht für uns der Alltag und die Arbeit in Dublin weiter.

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Chemnitzer Linux-Tage 2007 
von Marion

Nach unserem Besuch in Norddeutschland im Januar sind wir am Donnerstag (1. März) schon wieder nach Deutschland geflogen. In Karstens Familie häufen sich dieses Jahr die runden Geburtstage ;-)

Unser Deutschland-Besuch hatte jedoch noch einen anderen Anlass: die Chemnitzer Linux-Tage 2007. Diese Veranstaltung haben Karsten und ich ja seit ihrer ersten Auflage 1999 mit organisiert und wir hängen doch etwas daran ;-). Dieses Jahr hat Karsten dort einen Vortrag über seinen Aufgabenbereich bei Google gehalten und ich habe wie immer in der Organisation und an der Information "mitgemischt".

Unsere wenigen Tage in Chemnitz waren daher sehr gut durchgeplant und wir sind sehr froh, dass wir trotz des engen Zeitrahmens viele Freunde zumindest mal kurz sehen konnten und auch unsere Familie etwas von uns hatte. Am Freitag wurde bei den Linux-Tagen aufgebaut, am Samstag und Sonntag hatten wir wie jedes Jahr viel Stress. Aber es war auch wie jedes Jahr sehr, sehr schön, wir haben viele Freunde und alte Bekannte wiedergesehen und die Linux-Tage konnten dieses Jahr sogar wieder einmal eine Steigerung der Besucherzahlen verbuchen: Nach den konstanten 2500 Besuchern der letzten Jahre waren es diesmal 2700.

Nach einem ziemlich ausgefüllten Wochenende fuhren wir am Montag weiter nach Magdeburg, wo Karstens Bruder am Dienstag seine Diplomarbeit verteidigen sollte.

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