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Erkundung der Umgebung 
von Marion

Oje, irische Doppelbetten sind klein ... Die Umgewöhnung von deutschen Bett-Maßen (1,80 x 2 m) auf die hießigen Standard-Doppelbetten von 1,35 x 1,90 m wird wohl noch ein Weilchen brauchen ;-)

Wir haben übrigens zur Zeit noch einen Gast im Haus: Chris aus Hannover, ein weiterer Google-Mitarbeiter, der mit Euan und Karsten angefangen hat, schläft zur Zeit in unserem Gästezimmer, da er trotz aller Bemühungen noch keine Wohnung gefunden hat.

Den heutigen Tag haben Zuzana und ich genutzt, die Umgebung unseres Hauses zu erkunden. Es liegt ja wie schon geschrieben in einer kleinen Anlage mit mehreren weiteren Häusern und Apartments. Die Anlage ist schön bepflanzt und wird von einem zentralen Management betreut und gepflegt. Zur Straße hin ist sie mit einem großen Tor abgesperrt, das man nur mit der Fernbedienung öffnen kann. Schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite befinden sich ein Supermarkt (SuperValu) und weitere Geschäfte. Die Preise im Supermarkt sind ok, allerdings doch deutlich höher als in einem deutschen Discounter. Besonders hoch sind die Preise für Drogerieartikel (Shampoo, Deo usw.), die betragen zum Teil das Dreifache der deutschen Preise. Diese Artikel bekommt man zwar in einem Drogerie-ähnlichen Geschäft etwas günstiger, aber es ist dort immer noch ziemlich teuer. Jedoch gibt es immer irgendwelche "2 für 1"-Angebote, auf die muss man dann halt achten.

Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang zum Meer und an der Küste entlang zum East Point Business Park. Das ist ein großes Gewerbegebiet nördlich des Finanzzentrums von Dublin. Dort sitzen viele große Firmen wie Oracle, Yahoo, Sun, HP, ... Die Anlage ist wirklich schön, mit viel Grün, kleinen Teichen usw. Vielleicht könnte man ja dort einen Job finden, mal sehen.

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Einzug ins neue Haus 
von Marion

Heute morgen haben Zuzana und ich den Mietvertrag zur Agentur gebracht, die offenen Details geklärt und ihn unterschrieben. Anschließend konnten wir tatsächlich die Schlüssel in Empfang nehmen. Unsere "Landlady" (Vermieter heißen hier Landlord, und da wir eine Vermieterin haben, ist es eben eine Landlady) würde uns dann im Laufe des Tages kontaktieren und sich mit uns treffen.

Wir sind dann zurück in die Pension gefahren, haben unsere Berge von Gepäck eingesammelt (es war ein hartes Stück Arbeit, die schweren Koffer die Treppen herunter zu bekommen ...) und sind mit einem großen Taxi zu "unserem Haus" gefahren. Dort angekommen, machten wir einen Rundgang und waren erstmal ernüchtert: Obwohl die Agentur gesagt hatte, dass das Haus gereinigt worden sei, war alles ziemlich schmutzig, die Bäder, die Küche, die Fußböden usw. Bei der Besichtigung war uns das leider nicht aufgefallen. Ich habe daher unsere Landlady angerufen und ihr die Situation geschildert. Sie war etwas schockiert, da sie eigentlich eine Reinigungsfirma bezahlt hatte, versprach aber, sich schnell zu kümmern. Eine Stunde später kam sie dann auch mit einer Putzfrau, die in den nächsten Stunden das Haus reinigte.

Die Einrichtung von Wohnungen in Irland kann sehr unterschiedlich sein. Möbel und elektrische Geräte sind wie gesagt fast immer da. Manchmal sind auch die Küchen voll eingerichtet mit Besteck, Geschirr, Töpfen usw. Das war bei uns jedoch nicht der Fall, es waren nur vier Tassen, zwei kleine Teller und relativ viel Besteck da. In den Schlafzimmern gab es Matratzen, Matratzenschoner und Kissen, aber keine Decken. Es würde allerdings bis zu drei Wochen dauern, bis unsere Umzugskartons aus Deutschland mit all unseren Sachen ankommen würden. Daher bin ich am Nachmittag in die Stadt gefahren, um eine Art Grundausstattung zu kaufen, die wir für die erste Zeit nutzen konnten: ein paar billige Teller, Schüsseln und Gläser, ein Topf, eine Pfanne und zwei Bettdecken.

Den restlichen Tag verbrachten wir mit Koffer auspacken. Am Abend, als Euan und Karsten von der Arbeit zurück waren, kam unsere Landlady noch einmal vorbei, zeigte uns alles und erklärte, wie was funktioniert. Heizung und Warmwasserbereitung sind hier etwas kurios, das muss man schon mal erklärt bekommen. Aber dazu schreibe ich später mal noch was ...

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Auf Jobsuche 
von Marion

Nachdem die Wohnungssuche nun aller Wahrscheinlichkeit nach vorüber war, haben Zuzana und ich uns heute auf Jobsuche begeben. In der Gegend, wo unsere Pension lag, gibt es eine ganze Reihe Job-Agenturen, bei denen man sich melden kann und die dann - mehr oder weniger intensiv und erfolgreich - versuchen, einem einen Job zu vermitteln. Wir haben mehrere dieser Agenturen aufgesucht und einfach einmal nachgefragt. Die meisten fragen als erstes, ob man seinen Lebenslauf dabei hat. Wenn ja, kann man ihn normalerweise abgeben und bekommt dann gesagt, dass sich jemand in den nächsten Tagen melden wird. Wenn nein, bekommt man gewöhnlich die Visitenkarte eines Agenten, dem man den Lebenslauf per Mail zuschicken soll. Bei einer Agentur hatte Zuzana das Glück, direkt mit einer Mitarbeiterin zu sprechen. Da sie einen Job als Sekretärin oder etwas ähnliches sucht, musste sie dann auch gleich noch einen Test in Word, Excel und Co. absolvieren.

Am späten Nachmittag haben wir dann unseren Mietvertrag von der Makleragentur abgeholt und ihn abends zusammen in der Lounge unserer Pension studiert. Es standen noch ein paar Dinge drin, die uns etwas fragwürdig erschienen, daher haben ihn erstmal nur Karsten und Euan unterschrieben. Zuzana und ich würden erst morgen in der Agentur unterschreiben, wenn alles geklärt ist.

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Formalitäten 
von Marion

Heute vormittag haben Zuzana und ich sämtliche Formalitäten erledigt, die zur Anmietung eines Hauses oder einer Wohnung in Irland notwendig sind. Man muss dafür eine Kaution in Höhe einer Monatsmiete sowie die Miete für den ersten Monat im Voraus bezahlen. Außerdem benötigt man Referenzen - von früheren Vermietern, dass man ein zuverlässiger Mieter war und die Miete pünktlich gezahlt hat, vom Arbeitgeber, dass man eine Arbeit hat und dafür bezahlt wird, und von der Bank, dass man ein Konto hat und dort auch tatsächlich Geld drauf liegt. In Irland basiert - genau wie in Großbritannien - alles auf Referenzen. Ohne ist man aufgeschmissen.

Die Referenzen zur Arbeit waren zum Glück kein Problem, Karsten hatte ein Schreiben von Google und ich hatte einen englischen Referenzbrief von der TU Chemnitz (mein Vertrag dort läuft ja noch). Als Bank-Referenz wurden die letzten Kontoauszüge unserer deutschen Girokonten akzeptiert (ein irisches Konto hatten wir ja noch nicht). Das Schwierigste war die Vermieter-Referenz, doch glücklicherweise haben unsere ehemaligen Vermieter in Deutschland gerade noch rechtzeitig ein Fax an unsere Pension geschickt. Es war zwar nur in deutscher Sprache, aber es war in Ordnung, dass ich die englische Übersetzung handschriftlich ergänzt habe.

Als wir alles abgegeben hatten, erfuhren wir, dass wir am nächsten Nachmittag den Vertrag abholen, ihn abends in Ruhe lesen und unterschreiben und dann am folgenden Tag abgeben und die Schlüssel in Empfang nehmen konnten. Wir konnten also bereits am Donnerstag einziehen!

Am Nachmittag bin ich alleine ein wenig durch die Stadt gebummelt und habe versucht, mich von den Strapazen der letzten Tage etwas zu erholen. Mit einem frisch gemachten Smoothie (Saftbars gibt es hier an jeder Ecke) auf einer Bank im Park St. Stephen's Green (siehe Panorama) ließ es sich ganz gut aushalten.

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... alles so groß hier?! 
von Karsten

Heute war mein erster "richtiger" Tag bei Google, gestern war ja "nur" der Einführungstag mit Paperwork und Einweisungen. Dazu aber gleich eine klare Aussage: Ich darf über kaum etwas das meine tägliche Arbeit betrifft berichten. Das liegt zum einen daran, dass vieles aus strategischen Gründen geheimzuhalten ist (praktisch alle Zahlen und mit welchen Firmen man gerade zu tun hat usw.), zum anderen ist die US-amerikanische Börsenaufsicht wohl sehr empfindlich, wenn Mitarbeiter eines Unternehmens unkontrolliert irgendwas veröffentlichen, was direkten Einfluss auf den Börsenkurs haben könnte.

Also konzentriere ich mich auf das Wesentliche: Ich arbeite im "Gordon House", einem 6-stöckigen Bürogebäude nahe der Dubliner Innenstadt. Mein Schreibtisch steht im vierten Stock mit tollem Blick durch die Fensterfront in Richtung Hafen. Ich habe ein superedles 15" MacBook und einen schnellen Arbeitsplatzrechner mit zwei riesigen LCD-Bildschirmen (2400x1920 Punkte Desktop *juchhu*). Um mich herum sitzen andere Mitarbeiter aus meinem Team, die ganze Etage ist praktisch ein Großraumbüro mit nur niedrigen Sichtblenden zwischen den Schreibtischen (keine klassischen Cubicles). Eine Mini-Küche mit Snacks und Getränken ist nur ein paar Schritte entfernt, eine große Kantine mit sehr leckerem Mittagessen im Erdgeschoss.

Die Arbeitsumgebung ist also wirklich sehr ansprechend - das Niveau und das Tempo sind es aber auch. Heute hab ich abends praktisch neben mir gestanden, die Dimensionen mit denen ich konfrontiert wurde waren einfach zu krass. Dabei sind es nicht nur die reinen Zahlen, die einen Eindruck hinterlassen, auch die Bandbreite der in der Firma bearbeiteten Projekte kann einen umhauen. Kein Wunder, dass alle sagen es dauert Monate, bis man seine volle Leistung erreicht...

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