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Auf Jobsuche, Teil 2 
von Marion

Heute waren Zuzana und ich wieder unterwegs auf der Suche nach einem Job. Wir besuchten mehrere Agenturen. Bei fast allen wurden wir gebeten, unseren Lebenslauf dazulassen; die entsprechenden Agenten würden sich dann in Kürze melden.

In einer Agentur hatte ich das Glück, direkt mit einem Agenten sprechen zu dürfen. Er unterhielt sich eine Weile mit mir, meinte dann aber, er wäre nicht ganz der richtige Ansprechpartner und würde mir jemand anderen schicken. Die Agentin, die dann mit mir sprach, war für mehrsprachige Jobs zuständig. Sie sagte mir aber, dass die Stellen, für die ich mich interessiere, eher selten an Agenturen vergeben werden. Ich werde mich also wohl doch hauptsächlich selbst kümmern und viel recherchieren müssen.

Gestern bereits hatte ich meinen auf die irischen Anforderungen angepassten Lebenslauf bei www.monster.ie (eine Internetplattform für Arbeitgeber und Job-Suchende) veröffentlicht. Heute erhielt ich dann sogar einen Anruf, ob ich an einem Job, der gar nicht mal so uninteressant klang, interessiert wäre. Die versprochene E-Mail mit Details zu diesem Job habe ich jedoch noch nicht erhalten.

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Amerika, wir kommen! 
von Marion

Noch bevor Karsten seinen Vertrag bei Google unterschrieb, hatte man ihm mitgeteilt, dass er nach einer ersten Einarbeitungszeit von vier Wochen in Dublin für 4 bis 8 Wochen nach Mountain View in Kalifornien, dem Hauptsitz von Google, geschickt werden würde. Danach geht die Arbeit in Dublin quasi erst richtig los. Heute haben wir nun erfahren, wann und für wie lange dieser Amerika-Aufenthalt sein wird: Karsten fliegt am 7. Oktober hin und kommt am 8. Dezember wieder zurück. Ich muss also volle zwei Monate ohne ihn auskommen :-( Aber ich darf ihn höchstwahrscheinlich für eine Weile dort besuchen :-).

Am Abend haben Karsten und ich dann unsere Lektion in irischen Ladenöffnungszeiten gelernt. Wir haben uns um halb sieben in der Stadt getroffen, um noch ein paar Dinge für die Wohnung einzukaufen. Unser Supermarkt zu Hause hat jeden Tag bis 21 Uhr auf (sonntags von 10-19 Uhr) und in der Stadt haben die Supermärkte meist sogar bis Mitternacht geöffnet. Nur leider mussten wir feststellen, dass das nicht für alle Läden gilt, die meisten anderen machen schon um 18 Uhr zu. Wir standen also überall vor verschlossenen Türen. Es gibt nur einen Tag in der Woche, an dem Läden länger geöffnet haben, nämlich donnerstags bis 21 Uhr. Dafür haben die meisten auch sonntags auf (man bedenke, dass Irland stark katholisch ist ...). Als wir unseren Mitbewohnern gegenüber unsere Verwunderung über die seltsamen Öffnungszeiten äußerten (man kann in der Woche nach Arbeitsschluss eigentlich nicht mehr einkaufen), meinten sie nur lapidar "Man geht ja schließlich auch am Wochenende einkaufen." ;-)

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Einkaufen bei Argos 
von Marion

Für das neue Haus brauchten wir noch einige Möbel. Die notwendigen Sachen waren zwar da und wir haben auch noch zwei Bücherregale bekommen, aber das reichte noch nicht. Als erstes musste eine Art Schuhregal für den Eingangsbereich her. Zuzana und ich machten uns heute auf den Weg, um so etwas zu suchen.

Ohne Auto ist das jedoch etwas schwierig, wir waren also auf die Innenstadt angewiesen. In den Geschäften dort gab es jedoch keinerlei "Klein-Möbel". Ein Sofa oder einen Kleiderschrank hätte man bekommen können, aber kein Schuhregal. Zuzana kam dann irgendwann auf die Idee, doch mal nach einem Argos-Shop zu suchen, den wir dann auch bald fanden.

Argos-Shops funktionieren nach folgendem Prinzip: Es gibt einen großen Katalog, etwa so schwer und so dick wie ein Quelle- oder Otto-Katalog. Es gibt dort jedoch keine Kleidung, sondern nur Möbel, Wohnungszubehör, Schmuck, Elektronik und Spielzeug (vielleicht hab ich auch noch was vergessen). Die Kataloge kann man sich mit nach Hause nehmen und in Ruhe seine Sachen aussuchen. Man kann jedoch auch direkt im Laden stöbern. Hat man etwas gefunden, was man haben möchte, kann man im Laden an kleinen Taschenrechner-ähnlichen Geräten prüfen, ob der Artikel auf Lager ist. Falls ja, schreibt man die Artikelnummer auf einen kleinen Zettel und geht damit zur Kasse. Nach der Bezahlung kann man seine Sachen innerhalb von Minuten am Ausgabeschalter abholen.

Im Katalog fanden wir dann auch ein passendes Schuhregal und noch ein paar Sachen fürs Badezimmer, die wir gekauft und zum Bahnhof geschleppt haben.

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Strand und Park 
von Marion

Heute waren die "All Ireland Finals" im Gälischen Fußball, einer Sportart, die entfernt an Fußball oder Rugby erinnert und recht seltsame Regeln hat. Wir hatten den Tipp bekommen, an diesem Tag die Innenstadt besser zu meiden, weil da viel zu viel Betrieb sei.

Also blieben wir in unserem ruhigen Stadtteil Clontarf. Wir machten eine Wanderung zur Küste hinunter und dann an der Küste entlang nördlich bis zu einer hölzernen Brücke, die auf die Insel Bull Island führt. Diese Insel ist erst in jüngerer Zeit entstanden, weil man einen Wall gebaut hat, um den Dubliner Hafen vor Versandung zu schützen. Jetzt hat die Insel einen langen, flachen Sandstrand und zwei Golfplätze.

Zurück sind wir durch den weitläufigen St. Anne's Park gelaufen. Dort gibt es riesige, natürlich super gepflegte Rasenflächen und große Sportplätze, viele Bäume und Wasserläufe, außerdem einen großen Kinderspielplatz und einen Rosengarten. Dieser Rosengarten ist wirklich toll, es gibt hunderte von Rosensorten, von denen jeweils ein ganzes Beet mit jeweils einer Sorte bepflanzt. Selbst jetzt im September, wo nur noch wenige Sorten geblüht haben, lag ein betörender Duft über der Fläche. Im Juli und August muss es dort überwältigend sein.

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Endlich Touristen! 
von Marion

Heute hatten wir das erste Mal die Gelegenheit, die Stadt aus touristischer Sicht zu erkunden.

Zur Hochzeit haben wir zwei Gutscheine geschenkt bekommen (vielen Dank nochmal!), einen für einen geführten Stadtrundgang und einen für eine Bootsfahrt auf dem Fluss Liffey. Letzteren haben wir heute eingelöst und sind 45 min durch die Innenstadt geschippert. Von Reiseleiter Jerry, der alles sehr interessant und amüsant erklärte, lernten wir dabei zwei wichtige Lektionen über das Dubliner Wetter:

"Wenn man die Wicklow Mountains im Süden von Dublin sehen kann, wird es bald regnen. Wenn man sie nicht sehen kann, regnet es schon."

"Dublin hat kein Klima, sondern nur Wetter."

Nach der Bootsfahrt haben wir noch den Blick von Dublins einzigem Aussichtsturm, dem Chimney, genossen. Das ist ein alter Schornstein (chimney => Schornstein) der Old Jameson's Distillery, auf den eine Glaskuppel gesetzt wurde. Mit einem Lift kann man für 5 EUR pro Nase nach oben fahren. Da wir wunderschönes Wetter hatten, war der Blick über Dublin und auf die Berge im Süden sehr schön. Bei Regen kann man sich das wahrscheinlich sparen ;-) Vom Chimney aus ist übrigens das Foto-Panorama "Blick über Dublin" entstanden.

Ein Tipp für Dublin-Touristen: In unserer Pension lagen Prospekte mit dem Titel "Ireland's Heritage Theatre Music Festivals Explorer" herum. Diese werden in fast allen Sehenswürdigkeiten, Theatern usw. als Gutscheine anerkannt. Oft muss man damit nur für eine Person bezahlen, darf aber zu zweit rein. Manchmal gibt es auch Rabatt oder kostenlose Zugaben (z.B. einen Museumsführer). Bei den oft recht hohen Eintrittspreisen macht es schon einen deutlichen Unterschied, ob man nur für eine oder für zwei Personen zahlen muss.

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