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Erste Erkundungen 
von Marion

Heute morgen probierten wir zum ersten Mal das angebotene "Full Irish Breakfast" - nee, das ist nicht unser Geschmack. Es besteht aus einem Spiegelei, einer Tomate, zwei sehr seltsamen Würstchen, gebratenen Champignons, Frühstücksspeck sowie "schwarzem und weißem Pudding". Das ist nicht etwa eine Süßspeise, sondern eine Art Blut- bzw. Leberwurst, die genau wie alle anderen Bestandteile des Frühstücks gebraten und fetttriefend serviert werden. Nach einem derartigen Frühstück ist man erstmal bedient. In den nächsten Tagen haben wir uns dann mit Cornflakes und Toast begnügt.

Den Rest des Tages haben wir mit einer sehr un-touristischen Stadtrundfahrt verbracht: Wir haben den öffentlichen Nahverkehr ausprobiert. Die Busse haben wir jedoch links liegen gelassen, weil wir bisher nur Negatives über das Busnetz gehört hatten. Zum Thema Nahverkehr in Dublin wird es nochmal einen ausführlichen Artikel im Blog geben, das ist nämlich ein recht interessantes Thema ...

Wir sind jedenfalls zunächst noch einmal zu Google gelaufen, um die Zeit abzuschätzen, die man bis dorthin braucht. Danach nahmen wir den DART (Dublin Area Rapid Transport, eine Art S-Bahn) bis zur Conolly Station, einem der beiden Fernverkehrsbahnhöfe Dublins. Dort fährt auch eine der beiden (!) Straßenbahnlinien (Luas) Dublins ab. Diese nahmen wir und fuhren bis zu deren anderer Endhaltestelle in einem Vorort namens Tallaght. Dort stehen viele große Apartmenthäuser und unzählige weitere werden gebaut. Außerdem gibt es ein riesiges Shopping-Center. Allerdings fährt man fast eine Stunde von der Innenstadt bis hier heraus, so dass es zum Pendeln eigentlich - für unseren Geschmack - schon zu weit ist.

Nach einer Mittagspause fuhren wir zurück in die Innenstadt und liefen quer durchs Zentrum zum Startpunkt der anderen Luas-Linie. Leider sind die beiden Straßenbahnlinien nicht einmal miteinander verbunden, so dass man nicht zwischen beiden umsteigen kann. Mit dieser Linie waren wir in nur 20 min im Süden von Dublin in Sandyford. Da es dort nichts weiter zu sehen gab, fuhren wir gleich wieder zurück. Die Anbindung dieser Linie ist dabei allerdings so schlecht, dass die dadurch angefahrenen Gebiete eigentlich auch nicht so recht als Wohngebiet für uns in Frage kamen.

In unserer Pension, in die wir anschließend zurück gingen, gibt es eine Art Wohnzimmer (Lounge) mit Sofas, PC und drahtlosem Internet für Laptops. Dort waren eine ganze Reihe Google-Neulinge versammelt, als wir dort ankamen. Neben Karsten werden am kommenden Montag noch zwei weitere Deutsche, ein Italiener, ein Portugiese, ein Türke, und mehrere Briten in den unterschiedichsten Bereichen anfangen. Die meisten waren solo gekommen, nur einer aus London hatte seine Freundin dabei.

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Wir sind angekommen! 
von Marion

Heute ging um 11:05 Uhr unser Flug von Berlin-Schönefeld nach Dublin.

Die letzte Woche war extrem stressig. Nachdem sich alle unsere Hochzeitsgäste wieder nach Hause verabschiedet hatten, haben wir in dieser Woche unzählige Formalitäten erledigt, sämtliche Möbel verkauft bzw. verschenkt, unser Hab und Gut in Umzugskartons verpackt, die von einer Spedition abgeholt und uns hoffentlich heil nach Dublin geliefert werden, und unsere Wohnung aufgelöst.

Am Dienstag, dem 5.9., sind wir - mit einem Abstecher zum Tropical Islands - nach Berlin gefahren, um am nächsten Morgen rechtzeitig am Flughafen zu sein. Der Flug verlief problemlos, zu essen und zu trinken gab's bei Aer Lingus allerdings nix (zumindest nichts kostenlos, aber dafür haben wir ja auch ziemlich wenig für den Flug bezahlt). Unser Sitznachbar - ein richtiger Ire - bestellte sich übrigens zwei Fläschchen Whiskey und ein kleines Döschen Ginger Ale und trank das Ganze im Laufe des Fluges, ohne dass man ihm etwas anmerkte. Das erste Vorurteil über die trinkfesten Iren war also bestätigt ;-)

Wir hatten übrigens über 10 Kilo Übergepäck, so dass wir da nochmal tüchtig draufzahlen mussten, aber das hatten wir ja vorher gewusst und eingeplant. Wenn man vier bis fünf Wochen aus dem Koffer leben soll, kommt man nun mal nicht mit 20 kg pro Person aus.

In Dublin angekommen haben wir den Aircoach-Bus in die Innenstadt genommen. Die Umzugsfirma, die Google engagiert hatte, hatte uns zwar empfohlen, mit dem Taxi zu fahren, aber vor dem Taxistand stand eine endlose Schlange von Menschen. Außerdem kannte sich Karsten von seinem ersten Besuch in Dublin her ganz gut mit den Aircoach-Bussen aus.

Das Gepäck von der Bushaltestelle zur Pension zu schleppen war ein schweres Stück Arbeit, aber irgendwann war auch das geschafft. Untergebracht waren wir im Bed and Breakfast Pembroke Hall - wie übrigens auch eine ganze Reihe weiterer Google-Anfänger, wie wir am nächsten Tag festgestellt haben. Außerdem gab es dort kostenlos Internet für die Bewohner, was sich in den kommenden Tagen als riesiger Vorteil herausstellen sollte.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit einer ersten Erkundung der Stadt, Preisvergleichen im Supermarkt (teurer als in Deutschland, aber noch erschwinglich, dazu später mehr) und einem Abstecher zum Google-Gebäude. Den Abend verbrachten wir in einem eher auf jugendliches Publikum ausgerichteten Pub, dank dem irischen Rauchverbot war es dort sehr angenehm.

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Der 1. Eintrag ;-) 
von Marion

Da ist es also - unser vielfach versprochenes Blog über unser "Abenteuer Irland". Wir werden hier ab sofort mehr oder weniger regelmäßig berichten, wie es uns hier in Dublin so ergeht.

Wir - das sind Marion und Karsten Petersen aus Chemnitz. Wir haben am 25. August 2006 im Wasserschloss Klaffenbach geheiratet und sind kurz darauf nach Dublin übersiedelt, wo Karsten als "Cluster System Administrator" bei Google arbeiten wird.

Viel Spaß mit unserem Blog! Wir freuen uns jederzeit über Kommentare und persönliche E-Mails.

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