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Ein Job für Zuzana 
von Marion

Zuzana hatte heute morgen ein Bewerbungsgespräch und hat den Job gleich bekommen. Sie meinte, es wäre ganz einfach gewesen und ihr Gesprächspartner hätte mit ihr eigentlich nur über Land und Leute gesprochen. Sie kann am 2. Oktober anfangen. Der Kontakt kam durch eine der Job-Agenturen zustande, bei denen wir gewesen waren. Für die Art von Job, die Zuzana gesucht hat, scheinen die Agenturen also ganz brauchbar zu sein. Bei mir hat sich leider noch keine wieder gemeldet.

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Handwerker im Haus 
von Marion

Heute und in den letzten Tagen hatten wir Handwerker im Haus, die sich um einige noch zu erledigende Dinge gekümmert haben.

Im Wohnzimmer haben wir einen Kamin (ein gasbetriebener mit Steinen, die wie Kohle aussehen), dessen Zündung jedoch nicht funktionierte. Dazu kam ein Kamin-Monteur ins Haus, der das Ganze wieder in Ordnung brachte, eine Tasse Kaffee mit uns trank und uns die besten Pubs in der Nähe empfahl ;-).

Dann gibt es unter der Treppe einen kleinen Raum, in dem u.a. der Wäschetrockner untergebracht ist. Problem: Es gibt keine Steckdose in diesem Raum! Unsere Vermieterin hatte vorgeschlagen, wir sollten vom Flur aus ein langes Kabel in den kleinen Raum ziehen, das war jedoch nicht akzeptabel für uns, denn dann hätten wir die Türen nicht mehr schließen können. Wir wollten also eine Steckdose in den Raum gelegt bekommen. Die irische Lösung dafür: Unsere Vermieterin besorgte einen Handwerker, der ein Loch durch die Wand zwischen dem kleinen Raum und dem Flur bohrte und das Kabel dort durch zog. Jetzt nutzen wir doch eine Steckdose im Flur (da gibt's genug), haben aber keine Kabelprobleme.

Das dritte Problem betrifft unsere Dusche. In Irland ist der Wasserdruck - warum auch immer - relativ gering. Der Klempner meinte, das läge an den zu kleinen Rohren, die verwendet würden. Jedenfalls ist der Wasserdruck zum Duschen zu gering, so dass normalerweise eine Pumpe eingebaut wird, die den Druck verstärkt, damit man ordentlich duschen kann. Diese Pumpe ist in einem kleinen Raum im Obergeschoss untergebracht, direkt neben dem Schlafzimmer von Euan und Zuzana. Und sie macht einen furchtbaren Lärm, wenn sie in Betrieb ist :-(. Morgendliches Duschen weckt damit unweigerlich die restlichen Hausbewohner. Der Klempner, der auch das Loch für das Trockner-Kabel gebohrt hat, schaltete die Pumpe dann ab und zeigte uns, wie man sie bei Bedarf wieder einschalten kann (nein, es gibt nicht einfach einen Schalter dafür ...). Ohne Pumpe ist das Duschen zwar möglich, aber richtig Spaß macht es mit dem Rinnsal, das da oben rauskommt, nicht. Wir schalten die Pumpe jetzt nach Bedarf an und ab, wenn alle wach sind und jemand richtig duschen will, wird sie eben angestellt, wer sehr früh duschen will, muss mit geringem Wasserdruck leben.

Das Leben kann hier schon kurios sein ...

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Auf Jobsuche, Teil 2 
von Marion

Heute waren Zuzana und ich wieder unterwegs auf der Suche nach einem Job. Wir besuchten mehrere Agenturen. Bei fast allen wurden wir gebeten, unseren Lebenslauf dazulassen; die entsprechenden Agenten würden sich dann in Kürze melden.

In einer Agentur hatte ich das Glück, direkt mit einem Agenten sprechen zu dürfen. Er unterhielt sich eine Weile mit mir, meinte dann aber, er wäre nicht ganz der richtige Ansprechpartner und würde mir jemand anderen schicken. Die Agentin, die dann mit mir sprach, war für mehrsprachige Jobs zuständig. Sie sagte mir aber, dass die Stellen, für die ich mich interessiere, eher selten an Agenturen vergeben werden. Ich werde mich also wohl doch hauptsächlich selbst kümmern und viel recherchieren müssen.

Gestern bereits hatte ich meinen auf die irischen Anforderungen angepassten Lebenslauf bei www.monster.ie (eine Internetplattform für Arbeitgeber und Job-Suchende) veröffentlicht. Heute erhielt ich dann sogar einen Anruf, ob ich an einem Job, der gar nicht mal so uninteressant klang, interessiert wäre. Die versprochene E-Mail mit Details zu diesem Job habe ich jedoch noch nicht erhalten.

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Amerika, wir kommen! 
von Marion

Noch bevor Karsten seinen Vertrag bei Google unterschrieb, hatte man ihm mitgeteilt, dass er nach einer ersten Einarbeitungszeit von vier Wochen in Dublin für 4 bis 8 Wochen nach Mountain View in Kalifornien, dem Hauptsitz von Google, geschickt werden würde. Danach geht die Arbeit in Dublin quasi erst richtig los. Heute haben wir nun erfahren, wann und für wie lange dieser Amerika-Aufenthalt sein wird: Karsten fliegt am 7. Oktober hin und kommt am 8. Dezember wieder zurück. Ich muss also volle zwei Monate ohne ihn auskommen :-( Aber ich darf ihn höchstwahrscheinlich für eine Weile dort besuchen :-).

Am Abend haben Karsten und ich dann unsere Lektion in irischen Ladenöffnungszeiten gelernt. Wir haben uns um halb sieben in der Stadt getroffen, um noch ein paar Dinge für die Wohnung einzukaufen. Unser Supermarkt zu Hause hat jeden Tag bis 21 Uhr auf (sonntags von 10-19 Uhr) und in der Stadt haben die Supermärkte meist sogar bis Mitternacht geöffnet. Nur leider mussten wir feststellen, dass das nicht für alle Läden gilt, die meisten anderen machen schon um 18 Uhr zu. Wir standen also überall vor verschlossenen Türen. Es gibt nur einen Tag in der Woche, an dem Läden länger geöffnet haben, nämlich donnerstags bis 21 Uhr. Dafür haben die meisten auch sonntags auf (man bedenke, dass Irland stark katholisch ist ...). Als wir unseren Mitbewohnern gegenüber unsere Verwunderung über die seltsamen Öffnungszeiten äußerten (man kann in der Woche nach Arbeitsschluss eigentlich nicht mehr einkaufen), meinten sie nur lapidar "Man geht ja schließlich auch am Wochenende einkaufen." ;-)

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Einkaufen bei Argos 
von Marion

Für das neue Haus brauchten wir noch einige Möbel. Die notwendigen Sachen waren zwar da und wir haben auch noch zwei Bücherregale bekommen, aber das reichte noch nicht. Als erstes musste eine Art Schuhregal für den Eingangsbereich her. Zuzana und ich machten uns heute auf den Weg, um so etwas zu suchen.

Ohne Auto ist das jedoch etwas schwierig, wir waren also auf die Innenstadt angewiesen. In den Geschäften dort gab es jedoch keinerlei "Klein-Möbel". Ein Sofa oder einen Kleiderschrank hätte man bekommen können, aber kein Schuhregal. Zuzana kam dann irgendwann auf die Idee, doch mal nach einem Argos-Shop zu suchen, den wir dann auch bald fanden.

Argos-Shops funktionieren nach folgendem Prinzip: Es gibt einen großen Katalog, etwa so schwer und so dick wie ein Quelle- oder Otto-Katalog. Es gibt dort jedoch keine Kleidung, sondern nur Möbel, Wohnungszubehör, Schmuck, Elektronik und Spielzeug (vielleicht hab ich auch noch was vergessen). Die Kataloge kann man sich mit nach Hause nehmen und in Ruhe seine Sachen aussuchen. Man kann jedoch auch direkt im Laden stöbern. Hat man etwas gefunden, was man haben möchte, kann man im Laden an kleinen Taschenrechner-ähnlichen Geräten prüfen, ob der Artikel auf Lager ist. Falls ja, schreibt man die Artikelnummer auf einen kleinen Zettel und geht damit zur Kasse. Nach der Bezahlung kann man seine Sachen innerhalb von Minuten am Ausgabeschalter abholen.

Im Katalog fanden wir dann auch ein passendes Schuhregal und noch ein paar Sachen fürs Badezimmer, die wir gekauft und zum Bahnhof geschleppt haben.

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