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Weitere Formalitäten 
von Marion

Heute morgen stattete ich der deutschen Botschaft in Dublin einen Besuch ab, um unsere irische Adresse in unsere deutschen Pässe eintragen zu lassen. Da es in Irland keine Meldebehörde gibt, haben wir nur darüber eine Chance nachzuweisen, dass wir tatsächlich unter einer irischen Adresse leben. Und einige deutsche Institutionen benötigen eben unbedingt einen "offiziellen Nachweis", um eine Adressänderung zu akzeptieren. Leider war ich bei der Botschaft noch nicht erfolgreich, ich hatte nicht alle notwendigen Papiere dabei (und dabei hatte ich ziemlich viele Papiere mitgenommen!). Außerdem muss Karsten natürlich persönlich erscheinen, anders geht es nicht ... Also werden wir da in den nächsten Tagen nochmal hingehen müssen.

Anschließend besuchte ich Karsten bei Google, er hatte mich für heute als Besucher angekündigt. Der Rundgang und das Mittagessen waren sehr nett ;-)

Am Nachmittag habe ich dann im "Social Welfare Office" (eine Mischung aus Arbeitsamt und Sozialamt) eine PPS-Nummer (das irische Äquivalent zu einer Sozialversicherungsnummer) beantragt. Diese Nummer braucht man, um hier arbeiten zu können. Da fühlte ich mich dann fast schon heimisch, es ging zu wie auf einem deutschen Amt: Anstehen am Empfang, Ausgabe von Wartenummern, Ausfüllen diverser Formulare, ... Meine PPS-Nummer wird mir dann laut Auskunft innerhalb von zwei Wochen per Post zugeschickt (Karsten hat seine übrigens schon).

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Bücher über Bücher 
von Marion

Karsten und ich sind beide große Bücherfans, dementsprechend viele Exemplare haben sich in den letzten Jahren bei uns angesammelt. Nun standen die hier alle in zahllosen Kartons im Wohnzimmer herum und wir hatten ein (!) Bücherregal zur Verfügung, um sie unterzubringen. Aber es ist erstaunlich, wieviel da reinpasst, wenn man nur ordentlich stapelt ;-).
Ein paar Bücher sind noch in den Kleiderschrank im Gästezimmer gewandert (wer uns besucht, möge sich also bitte nicht wundern ...) und zwei Kisten voller Bücher, die wir im Moment nicht brauchen, haben wir in einem Verschlag in der Garage untergebracht.

So langsam wird unser Haus jetzt wohnlich!

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Ein neuer Chor 
von Marion

Heute habe ich sämtliche Textilien ausgepackt und versucht unterzubringen. Das war ganz schön schwierig und von einigen Sachen musste ich mich auch schweren Herzens trennen. Der Rest ließ sich dann mit einiger Mühe in unseren Kleiderschränken unterbringen. Einige Dinge, die wir hier nicht nutzen können - wie z.B. Gardinen oder Bettlaken für einzelne Matratzen - habe ich in Taschen gepackt, die wir hoffentlich auf dem Dachboden unterbringen können.

Am Abend war ich das erste Mal bei einer Probe des "Goethe Institut Choir", dem ich gerne beitreten wollte. Die Probe begann um 19:30 Uhr und ich habe leihweise Noten bekommen, um gleich mitzusingen. Geprobt werden zur Zeit das Weihnachtsoratorium von Bach und ein paar weitere weihnachtliche Stücke für das große Weihnachtskonzert des Chores. In der Pause, wo die anderen Chormitglieder Tee tranken und Kekse aßen (ja, England ist nicht weit ;-)), musste ich dann vorsingen. Das war jedoch nicht schwer, ich wurde angenommen und wie gewohnt in den 1. Sopran zugeteilt. Der zweite Teil der Probe ging dann bis 21:45 Uhr. Das Tempo und den Stil der Proben finde ich übrigens sehr angenehm, man hat die ganze Zeit schön zu tun und sitzt nicht dumm rum. Das Niveau des Chores dürfte etwa dem des Chemnitzer Extrachores entsprechen. Der Chor ist vom Alter und von den Nationen her bunt gemischt und es ist leicht, Kontakte zu knüpfen. Es gibt viele Iren und eine ganze Reihe Deutsche, aber auch Italiener, Spanier usw. im Chor. Ich freue mich schon auf die nächsten Proben!

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Die Umzugskartons sind da! 
von Marion

Heute morgen um halb acht wurden unsere Umzugskartons angeliefert. Danach war unser Wohnzimmer ganz schön voll und ich werde in den nächsten Tagen sehr viel zu tun haben ... Einige Kartons sahen etwas mitgenommen aus, aber anscheinend war nichts kaputt.

Den Rest des Tages verbrachte ich dann mit Kisten auspacken, etwa ein Drittel habe ich heute geschafft. Abends hatten wir dann endlich eine voll ausgestattete (allerdings auch ziemlich vollgestopfte ...) Küche.

Heute hat auch unser temporärer Mitbewohner Chris endlich die erlösende Nachricht bekommen, dass er für eine Wohnung den Zuschlag erhalten hat. Er kann wahrscheinlich am Sonntag einziehen und unser Gästezimmer wird frei für Besucher :-)

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Sea Life und Küstenwanderung 
von Marion

Eigentlich wollten wir heute den zweiten Geschenkgutschein einlösen und eine Walking Tour durch Dublin machen, aber als wir aufwachten, regnete es in Strömen. Also haben wir umdisponiert und sind statt dessen nach Bray, einem etwas heruntergekommenen Küstenort südlich von Dublin gefahren. Dort gibt es Irlands einziges Sea Life Centre. Die Aquarienausstellung ist nicht sehr groß, aber sehr interessant gemacht und es gibt viele verschiedene Haiarten, Piranhas, Rochen, wunderschöne Seepferdchen und vieles mehr. Wir haben sogar eine Fütterung in einem der Haibecken mit erlebt, allerdings haben sich die Haie nicht sehr spektakulär verhalten ;-). (SeaLife auf der Karte)

Nach einer Stärkung in einer sehr guten Pizzeria (die irischen Pizzen sind ganz anders als die deutschen, meist viel umfangreicher und kreativer belegt) war das Wetter dann auf einmal wunderschön geworden. Wir hatten im Reiseführer von einem 8 km langen Küstenwanderweg an den Klippen entlang südlich nach Greystones gelesen, den wir dann kurz entschlossen in Angriff genommen haben. Er war auch wirklich sehr schön (die Fotopanoramen "Greystones" und "Küste bei Greystones" sind unterwegs entstanden), aber auch ganz ordentlich bevölkert. Ich habe auch immer nach Schafen Ausschau gehalten, doch wir sind keinem begegnet. Jetzt sind wir schon zweieinhalb Wochen in Irland und haben noch nicht ein einziges Schaf gesehen ...

Die Eisenbahnstrecke Bray-Greystones liegt neben dem Wanderweg und ist spektakulaer in die Klippen geschnitten. Die irische See kann durchaus Wellen erzeugen...

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