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"The Dead Zoo" 
von Marion

Heute habe ich mir mal zwischendurch eine kleine Auszeit von der Jobsuche gegönnt und bin ins Naturkundemuseum gegangen. Der Eintritt ist dort - wie auch in einigen anderen Nationalmuseen in Dublin - frei. In den Reiseführern wird das Naturkundemuseum als "ein wenig verstaubt" und "mit viktorianischem Charme" bezeichnet. Das ist bei weitem keine Übertreibung! Ich hätte nicht gedacht, dass es in einer Landeshauptstadt noch solch ein Museum gibt! Es ist ein langgestrecktes Gebäude mit zwei Etagen, wobei die zweite eine große Halle mit zwei weiteren Galerie-Etagen ist. Die Ausstellung besteht ausschließlich aus großen Glasvitrinen, die über und über mit ausgestopften Tieren und Skeletten gefüllt sind (zum Teil bunt durcheinander). Einige (vor allem Meerestiere) schwimmen auch in Glasgefäßen mit irgendeiner Glibbermasse. Die Dubliner haben den liebevollen Spitznamen "Dead Zoo" (Toter Zoo) für das Museum, das ist absolut zutreffend! Bei Nacht muss es da ziemlich gruselig sein, man könnte bestimmt gut einen Horrorfilm dort drehen ;-).

Das Erdgeschoss ist der irischen Tierwelt gewidmet. Höhepunkte sind die Skelette von drei irischen Riesenhirschen, die vor 10000 Jahren ausgestorben sind, und ein ausgestopfter Riesenhai, der unter der Decke hängt. Im Obergeschoss mit den Galerien sind dann die "Tiere der Welt" ausgestellt, und da findet man wirklich alles! Auch ein menschliches Skelett ist dabei ;-). An der Decke hängt hier das Skelett eines riesigen Finnwals.

Im Museum sind mir mehrere Schüler bzw. Studenten begegnet, die auf kleinen Hockern vor den Vitrinen saßen und Tiere abgezeichnet haben. Dafür ist das Museum natürlich bestens geeignet. Insgesamt war es ein sehr netter und amüsanter Besuch, aber nachts möchte ich dort nicht sein ;-).

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Auf Jobsuche, Teil 3 
von Marion

Die letzten Tage habe ich mit ausgiebiger Jobsuche verbracht (und das wird sicher auch in den nächsten noch so bleiben). Ich bewerbe mich jetzt sowohl direkt bei Firmen als auch weiter bei Agenturen. Hier nur soviel: Es sieht nicht schlecht aus, ich habe durchaus etwas in Aussicht, suche aber noch weiter. Wer mehr Details wissen möchte (die werde ich hier nicht veröffentlichen), möge mir bitte eine E-Mail schreiben und danach fragen ;-).

Ansonsten laufen jetzt die Vorbereitungen für Karstens Amerika-Aufenthalt auf Hochtouren. Sein Flug geht am Samstag früh zeitig nach London-Heathrow und von dort aus direkt nach San Francisco. So wie es im Moment aussieht (ich habe die Tickets und damit die endgültige Bestätigung noch nicht), werde ich ihm eineinhalb Wochen später folgen und für drei Wochen dort bleiben. Das wird bestimmt eine sehr schöne und spannende Zeit, die wir natürlich auch wieder hier für unsere Familien und Freunde dokumentieren werden.

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Jetzt steht's im Pass 
von Marion

Heute morgen waren wir noch einmal bei der deutschen Botschaft - diesmal mit allen Unterlagen, bei denen auch nur die entfernte Möglichkeit bestand, dass sie gebraucht würden ;-). Auf dem Weg dahin wurde uns plötzlich bewusst, dass heute ja Tag der deutschen Einheit ist und die Botschaft möglicherweise gar nicht auf hat - aber wir hatten Glück, die Öffnungszeiten der Botschaft richten sich nach den irischen Feiertagen. Jetzt steht es jedenfalls auch offiziell in unserem Pass, dass wir in "Dublin/Irland" leben (handschriftlich und mit Stempel versehen). Damit dürften nun hoffentlich auch die deutschen Institutionen zufrieden sein, die unbedingt einen "offiziellen Nachweis" brauchen.

Am Abend hatte ich wieder Probe mit dem Goethe Institut Choir. Ich habe inzwischen herausgefunden, dass wir die Teile 5 und 6 des Weihnachtsoratoriums aufführen werden, und noch eine Reihe anderer weihnachtlicher Stücke. Heute haben wir noch "Joy to the World" gesungen, das kam mir von diversen Studio-WM-Weihnachtskonzerten doch sehr bekannt vor ;-). Im Chor fühle ich mich sehr wohl, alle sind sehr nett und man kommt leicht ins Gespräch. Außerdem liegen im Probenraum, der ja zum Goethe-Institut gehört, viele verschiedene deutsche Zeitungen und Zeitschriften herum, da kann man also gut mal ein bisschen stöbern.

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Nichts Neues 
von Marion

So langsam beruhigt sich unser Leben und es geschehen nicht mehr täglich neue spannende Dinge. Es kann also sein, dass es zukünftig vielleicht nicht mehr jeden Tag einen Eintrag gibt, aber wir werden uns natürlich bemühen, trotzdem regelmäßig etwas zu schreiben.

Bald steht ja schon das nächste Abenteuer "Amerika" an, und da gibt es sicher auch wieder viel zu berichten. Wir werden uns auch bemühen, das Ganze mehr mit Bildern auszuschmücken, damit ihr es euch besser vorstellen könnt. Die alten Einträge werden wir auch nach und nach noch um Bilder ergänzen, es lohnt sich also, da ab und zu nochmal reinzuschauen.

Eine kleine Bereicherung des irischen Lebens habe ich heute noch zu berichten: Ich habe endlich richtiges Brot gefunden! Das ist hier nämlich gar nicht so einfach, es gibt ohne Ende labbrigen Toast und weiche Brötchen, aber nichts "Richtiges". Ein paar knusprige Brötchen und Baguettes kann man im Supermarkt aber sogar täglich frisch kaufen (so normale Bäckergeschäfte wie in Deutschland gibt es hier nur ganz wenige in der Innenstadt, und dann haben die natürlich auch ein anderes Angebot). Im gleichen Regal liegen auch ein paar Backwaren, die vom Äußeren her an Brot erinnern. Die habe ich mich nun, seit wir hier wohnen, alle durchprobiert, angefangen beim preisgünstigsten. Bis jetzt war alles nicht so toll, die meisten sind weich, furchtbar krümelig und schmecken süßlich. Als Abwechslung ganz ok, aber nichts auf Dauer. Nun war ich heute beim teuersten Brot angelangt (fast vier Euro für einen kleinen Laib), und das schmeckt tatsächlich wie richtiges Mehrkorn-Brot :-)!
Übrigens gibt es hier einige wenige Aldi- und Lidl-Supermärkte. In einem Lidl waren wir mal, aber der hat auch ein sehr irisches Angebot und nur sehr wenige deutsche Produkte. Es gab zwar eine Sorte dunkles Vollkornbrot, aber das ist nun mal nicht so sehr mein Geschmack. Mit dem jetzt gefundenen Brot dürfte ich aber ganz gut glücklich werden :-).

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Restaurant in der Kirche 
von Marion

Eigentlich hatten wir heute einen neuen Anlauf geplant, um unseren Gutschein für die Walking Tour einzulösen. Aber Petrus hat anscheinend was gegen Stadtrundgänge, jedenfalls schüttete es schon wieder wie aus Kübeln. Also blieben wir zu Hause und haben dort noch etwas von dem ganzen Papierkram erledigt, den ein Umzug so mit sich bringt. Die Walking Tour müssen wir nun leider aufs nächste Frühjahr verschieben, da Karsten ja nächsten Samstag schon nach Amerika fliegt und die Walking Tour Saison nur bis Ende Oktober geht. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Nachmittags wurde das Wetter wieder besser und wir sind nochmal in die Stadt gefahren, um etwas einzukaufen und schön essen zu gehen. Wir hatten von einem interessanten Restaurant gehört, das sich in einer ehemaligen Kirche befindet. Genaugenommen sind es sogar vier verschiedene Restaurants, wer mag kann hier mal schauen. Wir waren im Gallery Restaurant, also oben auf der Empore, und hatten einen Tisch direkt an der Brüstung und direkt unterhalb der Orgel. Das war schon beeindruckend, und das Essen war auch sehr, sehr lecker!

In den Restaurants bekommt man hier übrigens überall kostenlos Leitungswasser zum Essen dazu. Das irische Leitungswasser hat eine sehr gute Qualität und schmeckt auch sehr gut. Da die Restaurantpreise meist recht hoch sind, ist das eine gute Möglichkeit ein wenig zu sparen.

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