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Fahrt zum Yosemite 
von Marion

Ein Besuch im Yosemite-Nationalpark stand schon von Anfang an auf unserer Wunschliste für den Amerika-Aufenthalt. Für amerikanische Verhältnisse ist er von San Francisco "nicht weit entfernt", aber vier bis fünf Stunden Autofahrt muss man trotzdem rechnen. Wir wollten daher freitags mittags losfahren, im Park oder in der Nähe zweimal übernachten und am Sonntag abend zurückfahren. Damit hätten wir fast zwei volle Tage im Park.

Mit der endgültigen Planung haben wir jedoch erst kurz vorher begonnen und mussten feststellen, dass wir für eine Übernachtung im Park etwa ein Jahr zu spät dran waren. Wenn man ein Zimmer in den Hotels dort haben möchte, sollte man nämlich ein Jahr im Voraus reservieren, sonst ist alles ausgebucht.

In den Orten in Parknähe gibt es jedoch auch eine Reihe von Hotels, die in den meisten Fällen auch noch Zimmer frei hatten. Allerdings waren die Übernachtsungspreise teils exorbitant und indirekt proportional zur Entfernung zum Park ;-). Wir haben uns dann für ein Motel in Mariposa entschieden, dessen Zimmerpreis zwar immer noch relativ hoch, aber erträglich war. Letztlich hat sich das als gute Wahl herausgestellt, da man von Mariposa aus in einer sinnvollen Zeit (etwa 1 Stunde) sowohl zum Yosemite-Tal als auch zum Südeingang des Parks (dort stehen die Riesenmammutbäume) fahren kann. Der Park ist wirklich sehr, sehr weitläufig und man fährt ganz schön weite Strecken zwischen den einzelnen Punkten.

Wir starteten also heute mittag gegen 14 Uhr Richtung Yosemite. Nachdem wir das Gewirr von Autobahnen rund um San Jose erfolgreich gemeistert hatten, standen wir rund um Dublin (Ja, wirklich! So heißt ein ziemlich großer Ort östlich von Oakland.) in einem ziemlich langen Stau. Doch irgendwann war auch das überstanden und wir fuhren weiter Richtung Sierra Nevada. Der letzte Teil der Fahrt führte von Merced nach Mariposa durch das richtige amerikanische Hinterland - flach, öde, hier und da mal ein einzelnes Haus. Witzig waren die Batterien an Briefkästen, die jeweils an den Abzweigen vom Highway standen (siehe Foto). Daran konnte man erkennen, dass dort irgendwo doch noch ein paar Häuser stehen mussten ;-).

Auf den Straßen lagen leider ziemlich häufig überfahrene Tiere - Hasen, Waschbären und auch mal ein Exemplar der einheimischen Hirschart. Am schlimmsten waren jedoch die toten Stinktiere, von denen wir dreien oder vieren begegnet sind. Der Geruch war echt durchdringend und hing jeweils für die nächsten paar Minuten im Auto.

Unser Motel in Mariposa war leicht gefunden, das Zimmer war riesig. Direkt gegenüber gab es ein sehr nettes Restaurant - Charles Street Dinner House - mit sehr leckerem Essen und köstlichem Knoblauchbrot ;-).

Briefkasten-Parade am Highway

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Shopping in San Francisco 
von Marion

Ja, das muss auch mal sein ;-). Aber keine Sorge, ich habe nicht viel Geld ausgegeben.

Vor meiner Shopping-Tour war ich aber noch im Civic Center in San Francisco, das ist ein Komplex mit administrativen Gebäuden wie dem Rathaus und Kulturpalästen (Museen, Theater). Das imposanteste Gebäude ist das Rathaus mit einer Kuppel, die dem Petersdom nachempfunden ist. Nach einer Taschenkontrolle darf man sich als Tourist dort frei bewegen und das Gebäude erkunden. In einem Lichthof befindet sich eine interessante Ausstellung über das verheerende Erdbeben von 1906 in San Francisco.

Über den Platz der Vereinten Nationen (die wurden 1945 in San Francisco gegründet) war es ein kurzer Weg bis zu San Franciscos größtem Shopping-Areal zwischen Market Street und Union Square. Den Rest des Tages habe ich dann im San Francisco Center, einem riesigen Einkaufszentrum, verbracht ;-).

Das Rathaus von San Francisco Im Inneren des Rathauses
United Nations Plaza

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Sightseeing in San Francisco 
von Marion

Da Karsten in der Woche tagsüber arbeiten muss, unternehme ich jetzt ab und zu alleine was. Heute war ich in San Francisco zum Sightseeing, denn bei der Fahrt über den 49-Mile-Drive am Samstag hatte ich von der Innenstadt ja noch nicht allzu viel gesehen.

Hingefahren bin ich mit dem Caltrain, der die Orte östlich von San Francisco verbindet. Das sind wirklich monströse Züge, die von außen wie Kasernen auf Rädern aussehen - ganz seltsam. Man sitzt aber recht bequem drin. Vom Caltrain-Bahnhof in San Francisco kann man günstig mit der Straßenbahn, die zum Teil unterirdisch verläuft, bis ins Finanzzentrum fahren. Dort habe ich einen Rundgang gemacht, vom Ferry Building aus am Embarcadero Center entlang bis hin zur Transamerica Pyramid. Dieser Wolkenkratzer ist mit 260 m der höchste und markanteste im Stadtbild. Leider gibt es dort keine Aussichtsplattform.

Danach führte mich mein Weg die Hügel hinauf und hinunter (man kommt dabei ganz schön ins Schwitzen ...) quer durch Chinatown. In der Old St. Mary's Church gibt es wunderschöne bunt bemalte Glasfenster zu sehen, die so ganz anders sind als die, die man z.B. von französischen Kathedralen kennt. Die Fenster sind nicht durchbrochen und wirken dadurch wie durchscheinende Gemälde.
Ganz oben auf dem Nob Hill, dem steilsten und höchsten Hügel des Stadtzentrums, steht die Grace Cathedral, die nach dem Vorbild von Notre Dame in Paris gebaut wurde. Sie ist jedoch ein Stück kleiner und man sieht ihr schon an, dass sie deutlich moderner ist (sie wurde erst 1964 vollendet). Die Fenster sind von der Kathedrale in Chartres inspiriert und werfen wunderschöne Lichtreflexe ins Kircheninnere.

Im großen Kaufhaus Macy's am Union Square habe ich etwas zu Mittag gegessen, um danach den Versuch zu unternehmen, einmal mit dem Cable Car zu fahren. Das gehört ja schließlich dazu ;-). Die Endstelle der spektakulärsten der drei Linien (Powell-Hyde) liegt in der Nähe des Union Squares. Die Schlange an Touristen, die dort auf eine Fahrt wartete, hatte eine erträgliche Länge, also habe ich mich mit angestellt. Nach etwa 20 Minuten Wartezeit konnte ich dann an Bord eines Cable Cars klettern. Eine Fahrt kostet übrigens 5 Dollar und ist wirklich ein Erlebnis. Ungefähr auf halber Strecke blieb das Cable Car an einer Kreuzung dann stehen und unsere beiden Fahrer stiegen aus und gingen davon. Die Insassen des vollbesetzten Wagens waren etwas verdutzt - war das jetzt eine Inszenierung für Touristen? Unsere beiden Fahrer machten jedoch keinerlei Anstalten, wieder zurück zu kommen. Nachdem wir etwa 5 Minuten mitten auf der Straße herumgestanden hatten, kamen dann zwei neue Fahrer und unsere Fahrt ging weiter - kurios!

Unten am Hafen in der Nähe von Fisherman's Wharf war die Fahrt dann zu Ende. Auch dort wartete schon wieder eine lange Schlange von Touristen, die die Strecke in umgekehrter Richtung fahren wollten. Ich bin dann zum Pier 39 gelaufen, wo wir am Samstag noch nicht waren. Dort ist es zwar sehr touristisch, aber trotzdem sehr schön. Auf dem Pier mit seinen Holzhäusern, Stegen und Geschäften hat man ein bisschen das Gefühl, in einem Freizeitpark zu sein ;-). Zum Glück war heute nicht sehr viel los, so dass ich mich in Ruhe umschauen konnte.

Die letzte Station meiner Sightseeing-Tour heute war der Telegraph Hill mit dem Coit Tower. Den wieder recht steilen Hügel erreicht man zu Fuß von Fisherman's Wharf aus in etwa 20 Minuten. Oben bietet sich ein toller Blick auf San Francisco und die Bucht, nur leider lag die Stadt heute unter ihrer berühmten Dunstglocke, so dass man nicht allzu viel gesehen hat. Die Fahrt auf den Turm habe ich mir deshalb auch gespart. Der Eingangsbereich des Turms ist übrigens vollständig mit Wandgemälden gestaltet, die das Leben in San Francisco illustrieren. Nach dem Abstieg vom Telegraph Hill über steile Treppen führte mich mein Weg zurück ins Finanzzentrum und zum Bahnhof.

Ferry Building mit Uhrenturm Grace Cathedral auf dem Nob Hill 4 Cable Cars warten auf die Weiterfahrt Blick vom Cable Car aus auf Alcatraz Pier 39, im Hintergrund die Transamerica Pyramid und der Coit Tower vom Telegraph Hill blickt Kolumbus hinunter auf die Bucht und Alcatraz

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Brücken-Tour und Redwoods 
von Marion

Nach der Stadtbesichtigung gestern wollten wir heute ein bisschen Natur sehen. Wir sind daher in das Gebiet nördlich von San Francisco gefahren. Dazu mussten wir die Golden Gate Bridge überqueren, die heute - ganz im Gegensatz zu gestern - im berühmten Nebel lag. Es war schon ein eigenartiges Gefühl, durch die wabernden Nebelschwaden zu fahren und ab und zu mal einen Teil der Brücke und der Landschaft drum herum zu sehen.

Auf der anderen Seite der Brücke liegen die Marin Headlands, eine hügelige Landschaft mit vielen Wander- und Radwegen. Es gibt einen schönen, dunklen Strand - den Rodeo Beach - mit imposanten Wellen, und ein Zentrum für die Pflege kranker Robben und Seelöwen (leider derzeit wegen Umbau nicht zu besichtigen). Von den Hügeln, auf denen verstreut alte Militärstellungen aus verschiedenen Kriegen liegen, hat man tolle Ausblicke auf San Francisco und die ganze Bucht.

Von dort aus ging unsere Fahrt weiter zum Muir Woods National Monument - der letzte Waldbestand von Küsten-Mammutbäumen (Coastal Redwoods bzw. Sequoias), den höchsten Bäumen der Welt, in der Gegend von San Francisco. Die Bäume dort sind zum Teil mehr als 1000 Jahre alt und über 100 Meter hoch. Im Wald ist es trotz der vielen Besucher still und eindrucksvoll. Zwischen den gigantischen Bäumen spazieren zu gehen, ist auf jeden Fall ein Erlebnis!

Der Rückweg führte uns über zwei weitere der riesigen Brücken, die die Bucht von San Francisco überspannen. Diese Brücken haben unglaubliche Ausmaße, meist sind 4 bis 5 dicht-befahrene Spuren pro Richtung auf zwei Stockwerken untergebracht. Zunächst fuhren wir ein Stück weiter nach Norden und dann östlich über die Richmond-Bridge. Von dort aus ging es durch Berkeley nach Oakland und über die Oakland Bridge der untergehenden Sonne entgegen zurück nach San Francisco.

Golden Gate Bridge im Nebel, im Hintergrund San Francisco Redwoods im Muir Woods National Monument Über die Oakland Bridge

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49-Mile Scenic Drive 
von Marion

Heute haben wir San Francisco per Auto erkundet - auf dem 49-Mile Scenic Drive. Das ist ein Rundkurs durch die Stadt, der auf einer Strecke von 49 Meilen (etwa 79 km) an den interessantesten Sehenswürdigkeiten und spektakulärsten Aussichtspunkten vorbeiführt. Laut unserem Reiseführer ist es "leicht, der gut markierten Route zu folgen - einfach an die blau-weißen Schilder halten". Sooo leicht ist es aber dann doch nicht, besonders in der Innenstadt fehlen die Schilder manchmal völlig oder sind einfach ungünstig angebracht, so dass man sie zu spät erkennt. Ohne eine gute Karte und starke Nerven ist man da ziemlich aufgeschmissen.

Die Strecke durch die Innenstadt ist zwar sehr interessant und abwechslungsreich - wir sind z.B. quer durch Chinatown gefahren, extrem steile Straßen hinauf und hinunter, u.v.m. -, aber auch sehr anstrengend für Fahrer und Beifahrer. Wenn man zu Fuß unterwegs ist, hat man da deutlich mehr davon.

Anders sieht es mit dem Rest der Strecke aus, der durch die etwas entlegeneren Gebiete und zu tollen Aussichtspunkten führt. Nach der stressigen Fahrt durch die Innenstadt stellten wir das Auto am Yachthafen zwischen Golden Gate Bridge und Fisherman's Wharf ab. Wir hatten wieder traumhaft schönes Wetter und konnten tolle Bilder von der Golden Gate Bridge - völlig ohne Nebel :-) - machen. Anschließend sind wir zu Fisherman's Wharf gelaufen, haben uns dort umgesehen und zu Mittag gegessen. Dort sind jedoch ganz schöne Touristenmassen unterwegs ...

Weiter ging es mit dem Auto zum Fort Point, einem Aussichtspunkt fast unterhalb der Golden Gate Bridge, wo man die Brücke in einer sehr interessanten Perspektive sieht und außerdem einen tollen Block auf Downtown San Francisco hat. Die weitere Fahrt führte uns durch den Presidio-Park zum Lincoln-Park, wo es wieder wunderschöne Aussichten auf die Brücke (diesmal von der anderen Seite ;-)) und die Bucht von San Francisco gibt. An Seehund-Felsen und einem langen breiten Sandstrand mit tollen Wellen vorbei ging es zum Golden Gate Park. (Den Schlenker, den der Scenic Drive nach Süden zum Lake Merced macht, kann man sich übrigens sparen, dort sieht man nicht besonders viel.) Dort waren wir im Shakespeare Garden (dort sind alle 150 Pflanzen-Arten angepflanzt, die in Shakespeares Werken vorkommen) und haben einen Spaziergang am Stowe Lake gemacht - sehr idyllisch.

Den abschließenden Höhepunkt unserer Scenic-Drive-Fahrt bildeten die Twin Peaks Hügel. Diese Zwillings-Hügel sind die einzigen Hügel in San Francisco, die nicht bebaut sind, und sind knapp 300 Meter hoch. Von dort oben hat man einen fantastischen 360°-Blick auf San Francisco und dessen Umland. Wir waren kurz nach Sonnenuntergang mit dem letzten Tageslicht dort oben und der Blick auf die erleuchtete Stadt war einfach atemberaubend!

Die Golden Gate Bridge Seelöwen bei Fisherman´s Wharf Chinesischer Pavillon im Golden Gate Park Blick von den Twin Peaks auf den Pazifik nach Sonnenuntergang

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