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Unser Internet-Anschluss 
von Marion

Es ist kaum zu glauben, aber seit letzten Donnerstag haben wir tatsächlich einen funktionierenden Breitband-Internetanschluss zu Hause. Das hat ja auch nur mehr als zwei Monate gedauert ...

Zugegebenerweise kamen bei uns ein paar unglückliche Faktoren zusammen. Normalerweise zahlt Google den Internet-Anschluss für seine Ingenieure, damit diese auch bei Bedarf von zu Hause aus arbeiten können. In unserem Fall wohnen nun gleich zwei Google-Ingenieure in einem Haus. Also haben Euan und Karsten versucht zu erreichen, dass Google gleich ein Paket-Angebot (Internet + Telefon) zahlt, dass sich beide ja dann teilen würde. Das war jedoch eine völlig neue Anfrage, die erst einmal eine Weile "bearbeitet" wurde.

Nach längerer Zeit hatten wir dann endlich das ok und Euan hat einen Internet-Anschluss bestellt. Dazu musste er sich erst mit der Firma, die die Leitung zur Verfügung stellt (das irische Pendant zur Telekom), herumärgern und anschließend noch mit der Firma, bei der wir das Telefon+Internet-Paket in Auftrag geben wollten. Sage und schreibe einen Monat später, gerade an dem Tag, als ich aus Amerika wiedergekommen war, kam unser DSL-Router an. Begeistert haben wir ihn sofort angeschlossen und freuten uns, endlich Internet zu haben - Pustekuchen. Um den Zugang endgültig einrichten zu können, brauchte man einen Nutzernamen und ein Passwort. Das hatte Euan bei der Bestellung mit angegeben, aber offensichtlich stimmte es nicht.

Am nächsten Tag habe ich versucht, den technischen Support der Firma zu erreichen. Nach mehreren Anläufen und endlosen Wartezeiten in der Warteschleife erreichte ich jemanden und konnte unseren Nutzernamen in Erfahrung bringen - der ganz anders lautet als von Euan beauftragt. Doch unser Passwort erfuhr ich nicht und durfte es auch nicht ändern lassen. Das konnte nur der Inhaber des Account machen, also Euan.

Dummerweise flog Euan aber nun gerade in dieser Nacht für knapp 2 Wochen nach Kalifornien. Für die nächsten zwei Wochen mussten Zuzana und ich daher mit der frustrierenden Situation leben, einen prinzipiell funktionstüchtigen Internet-Anschluss zu haben, diesen jedoch nicht nutzen zu können. Vielleicht meint jetzt jemand, Internetzugang sei ja nicht lebenswichtig, doch für die Jobsuche ist er zum Beispiel unbedingt notwendig.
Euan versuchte von Amerika aus zwar mehrfach, die Service-Hotline zu erreichen, war (u.a. wegen der Zeitverschiebung) jedoch erfolglos. Letzten Donnerstag kam Euan dann zurück und erreichte endlich jemanden vom Support. Seitdem haben wir endlich einen funktionierenden Internet-Anschluss - Halleluja! Unser Funknetz im Haus haben wir übrigens "finally" (dt: "endlich") getauft ;-).

Wir sind daher jetzt übrigens auch per Skype erreichbar - wer also mit uns telefonieren möchte, kann das über das Internet und Skype tun. Ein richtiges Festnetz-Telefon haben wir leider immer noch nicht. Die Firma teilte bei der Lieferung des DSL-Routers mit, dass das noch etwa 10 Tage dauern würde. Das ist jetzt schon wieder drei Wochen her ...

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Im Casino 
von Marion

Wer jetzt denkt, ich würde in Karstens Abwesenheit dem Glücksspiel verfallen, liegt falsch ;-). Das "Casino" ist ein witziges Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das in der Nähe unserer Wohngegend liegt. Zuzana und ich haben uns heute gemeinsam aufgemacht, um es zu besichtigen.

"Casino" bedeutet "kleines Haus" und es sieht von außen wirklich ziemlich klein aus, wie eine Art Gartenpavillon. Man glaubt es kaum, dass es im Inneren insgesamt 16 Räume auf drei Etagen gibt. Beim gesamten Gebäude wurde höchsten Wert auf Struktur und Symmetrie gelegt - allerdings ist vieles davon mehr Schein als Sein. Die großen Fenster, deren Fensterscheiben nach außen gebogen sind, damit man nicht so gut hineinsehen kann, verbergen zum Teil Treppenhäuser und Wände.
Innendrin ist alles sehr verwinkelt, es gibt faszinierende Decken und Fußböden und interessante optische Effekte. Die Räume des obersten Stockwerks befinden sich auf unterschiedlichen Niveaus, d.h., man ist ständig am Treppensteigen.

Besichtigen kann man das Casino im Rahmen einer interessanten einstündigen Führung. Jetzt im Winter ist natürlich nicht viel los und unsere Führung bestand aus insgesamt 6 Personen. Für die oberen beiden Stockwerke muss man übrigens die Schuhe ausziehen und in witzige Einmal-Pantoffeln schlüpfen, damit die Holzfußböden nicht beschädigt werden.

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Unsere Heizung 
von Marion

Man glaubt es kaum, dass unsere Heizung einen eigenen Blogeintrag wert sein soll, aber sie ist ein schönes Beispiel dafür, welche Kuriositäten der irische Alltag so zu bieten hat.

Aus Deutschland sind wir es gewöhnt, an jedem Heizkörper die Temperatur mit Hilfe eines Thermostats regulieren zu können. So einfach ist es hier bei weitem nicht.

Zunächst einmal gibt es in unserer Küche einen unscheinbaren Schalter mit Zeitschaltuhr. Dieser Schalter hat drei Einstellungen: Aus, Automatik und An. Steht er auf Aus, wird im ganzen Haus überhaupt nicht geheizt, egal was an den Heizkörpern sonst für Einstellungen vorgenommen werden. Auch das Wasser im Boiler (so etwas wie Durchlauferhitzer sind hier scheinbar unbekannt) bleibt dann kalt. Steht der Schalter auf Automatik, ist die Heizung in Abhängigkeit von den Einstellungen der Zeitschaltuhr an oder aus. Naja, und An heißt einfach an :-).

Ist die Heizung an, wird auf jeden Fall erstmal das Wasser gewärmt. Ob die Räume im Haus auch geheizt werden, hängt von zwei weiteren Faktoren ab: Auf beiden Etagen im Haus gibt es je ein Thermostat, wo man eine Temperatur für die jeweilige Etage einstellen kann. Wird diese dort unterschritten, wird in der entsprechenden Etage geheizt. Man kann also separat für unten und oben entscheiden, ob geheizt werden soll. Die einzelnen Heizkörper in den Zimmern kann man nun aber auch noch auf- und zudrehen (dabei gibt es aber nur auf oder zu, keine Mittelstellung oder so was). Man muss also eine ganze Reihe von Faktoren berücksichtigen, wenn man sich fragt, warum es in einem Zimmer nun gerade zu kalt oder zu warm ist. Und manchmal scheint da auch noch ein stochastisches Element mit hineinzuspielen, denn in Einzelfällen ist es mir schon passiert, dass das Verhalten eines Heizkörpers nicht zu den Heizungseinstellungen passte ... Aber im Normalfall passt es ;-).

Und dann haben wir natürlich noch den (Gas-)Kamin im Wohnzimmer, der zum Glück von der restlichen Heizungsanlage abgekoppelt ist. Der verbreitet in Windeseile eine wohlige Wärme und kuschlige Stimmung, an die man sich schnell gewöhnen kann ;-).

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Der erste Besuch 
von Marion

Diese Woche wurde unser Gästezimmer eingeweiht: Unsere Freunde Kathrin und Sven aus Berlin und ihr kleiner Sohn Julius (6 Monate) waren als erste hier zu Besuch. Am Donnerstag habe ich sie vom Flughafen abgeholt und wir haben ein paar schöne Tage zusammen verbracht. Am Donnerstag und Samstag haben wir gemeinsam die Stadt besichtigt. Am Freitag waren wir in Howth und haben einen langen Spaziergang gemacht. Heute morgen ganz zeitig sind sie wieder zurück nach Berlin geflogen.

Im Moment bin ich ganz alleine in Dublin (Euan und Zuzana sind auch nicht da) und fühle mich ein wenig einsam. Ich freue mich über jede Nachricht von zu Hause!

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Kino und Santa Cruz 
von Karsten

Gestern war ich im Kino, habe mir "Borat" angesehen. Ein wirklich schraeger Film... Faszinierend fand ich das Drumherum: Das Kino ist ein grosses Multiplex mit 16 Saelen ganz in der Naehe von Google. Um das Kino herum liegt ein sehr grosser Parkplatz und der Eingang erinnert eher an einen Bahnhof, mit grosser Leuchtanzeige wann welcher Film laeuft. Ab etwa 11:00 Uhr gibt es bis Nachts praktisch durchgehend in allen Saelen Filme, Top-Filme laufen auch gerne alle Stunde und dann gleichzeitig. Es wird uebrigens kein Platz per Karte zugewiesen, Plaetze werden nach dem Motto "wer zuerst kommt" eingenommen. Und damit es nicht ungerecht wird wartet man brav in der Schlange falls der Saal noch nicht frei ist. Auch die Futter-Abteilung ist etwas anders organisiert, hier laeuft es eher wie in einem Supermarkt ab: Man nimmt sich aus Theken und Automaten was man will und geht dann zur Kasse. Das Angebot ist dabei aehnlich wie in Deutschland, allerdings noch um Kekse und Kuchen erweitert.

Heute war ich dann mit Euan und Allister (beide sind wie ich aus Dublin zu Besuch) in Santa Cruz. Ja, mit Euan und seiner Freundin wohnen Marion und ich in Dublin zusammen, er ist gestern angekommen und bleibt fuer zwei Wochen in Mountain View zwecks Training. Santa Cruz liegt westlich von Mountain View am Pazifik und hat einen schoenen Strand und alles was Touristen hier sonst noch anlockt: Spielcasino, Rummelplatz, Kneipen, grosse Parkplaetze. Wir sind ein bischen herumgelaufen, haben neben Seeloewen auch zwei Seeotter gesehen und in einem Fischrestaurant etwas gegessen. (Nein, ich hatte keinen Fisch) ;-)

Der Strand von Santa Cruz: Zwischen Sand und Parkplatz liegt ein Streifen Rummelplatz mit u.a. mehreren Achterbahnen Seeotter: Mutter mit Jungtier Seeloewen im Gebaelk der Pier

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