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Kino und Santa Cruz 
von Karsten

Gestern war ich im Kino, habe mir "Borat" angesehen. Ein wirklich schraeger Film... Faszinierend fand ich das Drumherum: Das Kino ist ein grosses Multiplex mit 16 Saelen ganz in der Naehe von Google. Um das Kino herum liegt ein sehr grosser Parkplatz und der Eingang erinnert eher an einen Bahnhof, mit grosser Leuchtanzeige wann welcher Film laeuft. Ab etwa 11:00 Uhr gibt es bis Nachts praktisch durchgehend in allen Saelen Filme, Top-Filme laufen auch gerne alle Stunde und dann gleichzeitig. Es wird uebrigens kein Platz per Karte zugewiesen, Plaetze werden nach dem Motto "wer zuerst kommt" eingenommen. Und damit es nicht ungerecht wird wartet man brav in der Schlange falls der Saal noch nicht frei ist. Auch die Futter-Abteilung ist etwas anders organisiert, hier laeuft es eher wie in einem Supermarkt ab: Man nimmt sich aus Theken und Automaten was man will und geht dann zur Kasse. Das Angebot ist dabei aehnlich wie in Deutschland, allerdings noch um Kekse und Kuchen erweitert.

Heute war ich dann mit Euan und Allister (beide sind wie ich aus Dublin zu Besuch) in Santa Cruz. Ja, mit Euan und seiner Freundin wohnen Marion und ich in Dublin zusammen, er ist gestern angekommen und bleibt fuer zwei Wochen in Mountain View zwecks Training. Santa Cruz liegt westlich von Mountain View am Pazifik und hat einen schoenen Strand und alles was Touristen hier sonst noch anlockt: Spielcasino, Rummelplatz, Kneipen, grosse Parkplaetze. Wir sind ein bischen herumgelaufen, haben neben Seeloewen auch zwei Seeotter gesehen und in einem Fischrestaurant etwas gegessen. (Nein, ich hatte keinen Fisch) ;-)

Der Strand von Santa Cruz: Zwischen Sand und Parkplatz liegt ein Streifen Rummelplatz mit u.a. mehreren Achterbahnen Seeotter: Mutter mit Jungtier Seeloewen im Gebaelk der Pier

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Zurück in Dublin 
von Marion

Nun ist sie schon wieder vorbei, die schöne Zeit in Kalifornien. Am Montag, dem 6.11., habe ich noch einmal einen Ausflug mit dem Zug nach San Francisco gemacht und mir einige Ecken angeschaut, die ich bis dahin nicht gesehen hatte (Mission Dolores, Castro, ...). Gestern, am Mittwoch, ging dann mein Rückflug nach Dublin.

Eigentlich hätte ich die gleiche Route wie auf der Hintour fliegen sollen: mit American Airlines nach Los Angeles und von dort aus nach knapp drei Stunden Aufenthalt mit Aer Lingus nach Dublin. Mein Flug nach L.A. hätte um 13 Uhr gehen sollen, also haben Karsten und ich noch schön bei Google gefrühstückt und sind dann zum Flughafen gefahren, wo wir kurz nach 10 Uhr ankamen. Ein Blick auf die Anzeigetafel zeigte uns jedoch, dass mein Flug nach L.A. fast zwei Stunden Verspätung hatte und mir zum Umsteigen (sicher wieder mit der ganzen Gepäckprozedur) nur eine knappe Stunde bleiben würde. Wir stellten uns dann aber erst mal am Checkin-Schalter an (die sind in Amerika nicht einzelnen Flügen, sondern nur den jeweiligen Fluggesellschaften zugeordnet), wo wir kurz vor halb elf dran kamen. Die Schalterangestellte meinte auch, dass das mit dem Umsteigen in L.A. zu knapp würde und bot mir eine Alternativ-Route an: von San Francisco nach Chicago, zweieinhalb Stunden Aufenthalt und weiter nach Dublin. Ich musste mich allerdings sofort entscheiden, denn der Flug nach Chicago ging bereits um 10:55 Uhr und sie hatte nur noch 5 Minuten Zeit, um mein Gepäck einzuchecken. Ich entschied mich also gezwungenermaßen für die Ausweichroute. Zu meiner Erleichterung bekam ich aber auch gleich die Bordkarte für den zweiten Flug nach Dublin und es wurde mir auch versichert, dass ich mich in Chicago nicht um mein Gepäck kümmern müsste.

Da das Einsteigen für den Flug nach Chicago schon begonnen hatte, musste ich mich dann sehr beeilen. An der Schlange vor dem Sicherheitsbereich warf ein Angestellter einen Blick auf meine Bordkarte, meinte, dass ich spät dran sei (Ach ...) und wies mich an, mich einfach vorzudrängeln. Das habe ich dann auch gemacht, bin durch die Sicherheitskontrolle und sofort zum Gate, wo die letzten Passagiere gerade einstiegen. Im Flugzeug hatte ich dann sogar einen Fensterplatz und der Sitz neben mir war leer - das war sehr angenehm. Allerdings gab es während des Fluges leider nichts zu essen. Nach etwa dreieinhalb Stunden landete ich in Chicago, wo gerade die Sonne unterging. Der Lake Michigan ist aus der Luft wirklich beeindruckend, so riesig, dass man denkt, man ist am Meer.

In Chicago brauchte ich mich dann zum Glück wirklich um nichts kümmern. Das Gate, von dem der Flug nach Dublin starten sollte, lag nicht weit entfernt von dem Gate, wo ich angekommen war, und meine Bordkarte hatte ich ja schon. Ich habe mir dann eine Kleinigkeit zu essen geholt und auf den zweiten Flug gewartet. Dieser war dann mit einer Boeing 767 (2-3-2-Bestuhlung), wo ich einen Gangplatz im 3er-Bereich hatte und der Sitz neben mir wieder leer war. Hier gab es jetzt auch was zu essen, allerdings war das Unterhaltungsprogramm nicht so dolle. Es war halt schon ein etwas älteres Flugzeug mit einer Video-Leinwand für alle, auf der während des Fluges zwei Filme gezeigt wurden. Allerdings habe ich eh die meiste Zeit Hörbuch gehört und geschlafen.

Um halb 9 Ortszeit landete ich in Dublin. Auch hier ging alles glatt, mein Koffer hatte es auch geschafft :-). Am nervigsten war fast die Fahrt zu unserem Haus mit dem Taxi, denn um diese Zeit sind alle Straßen, die in die Stadt führen, verstopft.

Jetzt bin ich also wieder "zu Hause" und versuche, mit dem Jetlag klarzukommen.

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Alcatraz 
von Marion

Für unseren letzten Tag, an dem wir gemeinsam etwas unternehmen konnte, hatten wir uns Tickets für Alcatraz besorgt. Diese ehemalige Gefängnis-Insel ist ja ein Muss für Touristen, wenn man in San Francisco ein bisschen Zeit hat, und es hat sich auch wirklich gelohnt.

Wir fuhren mit dem Auto nach San Francisco und parkten an der Marina (zwischen Fisherman's Wharf und Golden Gate Bridge). Heute war mal wieder traumhaft schönes und auch klares Wetter, so dass man die Brücke gut sehen konnte. Aber Fotos davon haben wir inzwischen genug ;-).
Die Fähren nach Alcatraz fahren von Pier 33 ab und man sollte wirklich pünktlich da sein, denn warten tun sie nicht. Die Fahrt über die Bucht bis zur Insel dauert nicht lange, vielleicht etwa 15 Minuten. Vom Schiff hat man einen tollen Blick auf Alcatraz und auf die Skyline von San Francisco.

Auf der Insel kann man sich dann in Ruhe umschauen. Es ist egal, mit welcher Fähre man zurückfährt, nur die letzte sollte man nicht verpassen ;-). Das Gefängnis besichtigt man am besten mit der angebotenen Audiotour. welche sehr interessant gemacht ist und dafür sorgt, dass sich die Menschenmassen nicht gar zu sehr auf die Füße treten. Es ist schon beklemmend, die winzigen, schmuddeligen Zellen zu sehen, die noch bis in die 60er Jahre genutzt wurden, bis das Gefängnis wegen drohenden Zerfalls aufgegeben wurde. Auch die berühmtesten Ausbruchsversuche werden von der Audiotour sehr anschaulich - fast schon hörspielartig - geschildert.

Zurück in der Stadt sind wir dann noch ein wenig durch Fisherman's Wharf gebummelt und haben schön gegessen. Auf der Rückfahrt sind wir mit dem Auto mal den kurvigen Teil der Lombard-Street heruntergefahren - das war fast wie Achterbahn-Fahren ;-).

Alcatraz Zelle in Alcatraz Skyline von San Francisco

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Vintage Computer Festival 9.0 
von Karsten

In Mountain View, kaum einen Kilometer von Google entfernt, steht das Computer History Museum. In diesem Museum werden alte Computer gesammelt, restauriert und ausgestellt, ausserdem gibt es regelmaessig Vortraege und Veranstaltungen. Einmal im Jahr findet hier auch das Vintage Computer Festival statt, wo mehr oder weniger alte Computerfreaks alte und sehr alte Computer praesentieren, Erfahrungen austauschen und mit Ersatzteilen handeln. Dieses Jahr war das Thema: "30 Jahre Apple Computer".

Zuerst haben wir uns die frei zugaenglichen Ausstellungen angesehen: Computerschach und die Entwicklung der IT-Industrie im Silicon Valley. So klein diese Ausstellungen auch waren, so beeindruckend waren doch die Exponate: U.a. ein Stueck von "Deep Blue" (der 1997 gegen Kasparov gewann) und nebenan einer der ersten Apple Computer, eine der ersten Computer-Maeuse und auch z.B. der Prototyp eines Palm Pilot. Man hat offenbar so seine Kontakte...

Die Veranstaltung selber erinnerte uns allerdings sehr an den ersten Linux-Tag in Chemnitz, so eine gewisse Mischung aus sehr viel gutem Willen, wenig Erfahrung und reichlich Chaos. :-) Eigentlich erstaunlich, da es schon die neunte Konferenz hier ist. Aber es war einfach so, das vieles nicht zu Ende gedacht war: Beamer standen im Sichtbereich der Zuschauer, kein Podest fuer eine Diskussionsrunde und der Chef-Organisator hat den Haupt-Programmpunkt um mehr als eine halbe Stunde verspaetet weil er die Kombination aus Laptop, Beamer und Funknetz offenbar nicht vorher ausprobiert hatte. Hm, vielleicht sind wir Deutschen auch einfach nur verliebter in Perfektion.

Der Haupt-Programmpunkt war dann am fruehen Nachmittag eine Diskussionsrund zu "30 Jahre Apple Computer", und geladen waren vier Mitarbeiter der ersten Stunde, die nun wilde Geschichten von damals erzaehlten, als alles in einer Garage anfing und einige von ihnen noch zur Schule gingen. Einer der Redner war Steve Wozniak, er gruendete zusammen mit Steve Jobs die Firma Apple und war der Techniker der die ersten Apples konstruierte. Vor und nach der Diskussionsrunde hatte er mehr als genug damit zu tun Buecher ("iWoz"), uralte Apple Handbuecher und - wirklich! - alte Gehaeuse von Apple Computern zu signieren.

Wir haben uns danach noch kurz die von Besuchern ausgestellten Computer angesehen und dann auch noch eine Fuehrung durch die Sammlungen des Museums mitgemacht. Wahnsinn - angefangen von Rechenschiebern, ueber eine deutsche "Enigma", diverse IBM Lochkartensysteme und einem Zuse System bis hin zu verschiedenen Supercomputern von Cray war wirklich praktisch alles vorhanden. Es gibt sogar eine funktionsfaehige PDP-1 von 1960 und selbst ein System von Robotron konnte Marion erspaehen. Wirklich eine tolle Sammlung.

Woz signiert Apple Gehaeuse Vintage Computer Exhibition alte Technik von IBM aus vier dieser Kaesten bestand das erste Internet

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Ein Tag in San Jose 
von Marion

Heute habe ich mal einen Ausflug nach San Jose gemacht. Das ist immerhin die drittgrößte Stadt Kaliforniens (größer noch als San Francisco) und von Mountain View aus innerhalb von ca. 15 Minuten mit dem Zug zu erreichen.

Unserem Reiseführer über Kalifornien, der fast ein Viertel seiner Seiten allein San Francisco widmet, ist San Jose gerade mal eine Doppelseite wert, auf der auch noch hauptsächlich die Museen der Stadt beschrieben sind. Mir war also nicht so ganz klar, was mich in San Jose eigentlich erwarten würde.

Die knappe Beschreibung des Reiseführers war anscheinend auch berechtigt: San Jose ist einfach nur langweilig. Es gibt weder interessante Gebäude in der Innenstadt, noch kann man dort schön bummeln gehen. Zunächst habe ich versucht, die Touristeninformation zu finden, die auf meinem Plan (und auch auf den in der Stadt verteilten Plänen) eingezeichnet war. Aber sie war einfach nicht vorhanden! Und ich kann durchaus Pläne lesen ... Das einzige, was ich in der Nähe fand, war ein Ständer mit ein paar Broschüren - vielleicht war das die Information? Sehr seltsam jedenfalls. Der San Jose-Führer, den ich in dem Ständer fand, lobte die Stadt über den grünen Klee. Sie hätte so ein tolles Flair (davon habe ich nichts gemerkt) und die Shopping-Möglichkeiten wären einzigartig (die entsprechenden Einkaufszentren, die dabei erwähnt waren, lagen aber alle außerhalb des Stadtzentrums).

Ich habe mir dann zunächst die Gebäude im Stadtzentrum angeschaut, die mir interessant erschienen. Neben einer sehr schönen kleinen Kathedrale kann man das älteste Haus der Kolonialstadt San Jose sowie eine Kolonialvilla besichtigen. Als ich bei diesen Häusern angelangt war, war jedoch das Tor verschlossen: "Führungen auf Anfrage". Besonders interessant sahen die Häuser auch nicht aus. Man konnte nicht einmal ein Foto machen, da das älteste Haus von der Straße nicht so gut sichtbar und die Kolonialvilla eingerüstet war. In der Gegend gab es dann noch einen Straßenzug mit recht alten Häusern aus der Kolonialzeit, in denen jetzt eine Reihe von Restaurants untergebracht sind. Diese Ecke der Stadt war ganz nett, aber auch nicht überwältigend.

Nach dem ich dann einmal kreuz und quer durch das Stadtzentrum gelaufen war und einfach nichts Interessantes gefunden habe, habe ich den Rest des Tages im "Tech Museum of Innovation" (www.thetech.org) verbracht. Das ist wirklich ein sehr interessantes Museum, wo man Technologien anschaulich und zum Anfassen erklärt bekommt. Fokussiert ist das Museum auf die Chip-Herstellung und das Internet (San Jose ist schließlich quasi die Hauptstadt des Silicon Valley), doch es gab auch Ausstellungsbereiche zu Raumfahrt, Unterwasserforschung, erneuerbaren Energien, dem intelligenten Haus, Gentechnik u.v.m. Das alles konnte man in kleinen Experimenten selbst erforschen und erleben, das war schon sehr schön gemacht. Außerdem ist dem Museum ein Imax-Kino angegliedert, für das es günstige Kombitickets (Museum+Imax) gibt. Ich habe dort einen Film über Griechenland gesehen, der in der riesigen Imax-Kuppel wirklich beeindruckend ist.

So hatte ich dann doch noch einen schönen Tag, auch wenn ich von San Jose als Stadt relativ enttäuscht bin.

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